Monatsenergie

Im Einklang mit dem Jahreskreis leben

Reifen wie der Baum,

der seine Säfte nicht drängt

und getrost in den Stürmen

des Frühlings steht

ohne die Angst,

dass dahinter kein Sommer

kommen könnte.

                           R.M.Rilke

 

Jeder Monat im Jahr hat eine andere Energie.
Wenn wir das Wissen unserer Vorfahren einbeziehen, können wir gelassener durchs Jahr gehen und bewusst die Kräfte der Natur für die Gestaltung unseres Lebens nutzen. Im Einklang mit dem Rhythmus der Jahreszeiten entsteht im Gespräch, in der Entspannung und in Ritualen Achtsamkeit für uns selbst.

Fast immer am ersten Dienstag im Monat

von 19.00 - 21.00 Uhr
im Familienzentrum Markkleeberg Hauptstraße 56

UKB: 15 Euro/Abend oder als Jahreskurs : 120 € für 12 Abende

 


Februar - Zeit der Reinigung und der inneren Planung

Februar –  Zeit des Umschwunges, Auf der Schwelle stehen - Klärung und Heilung durch die Kraft des Feuers und der Luft.
Der Februar ist der Monat des wiederkehrenden Lichtes. Ende Februar ist der Tag 2,5 Stunden länger als zu Beginn des Jahres. Der Name Februar geht auf „februare“ zurück, das „reinigen“ bedeutet. Alte Namen waren Liebesmond, Hornung, Narrenmond oder Taumond. Römer feierten zu Ehren der Göttin Juno Februata ein Reinigungsfest, das oft in einer Orgie endete. Die griechische Göttin Hygieia, Göttin der Gesundheit und der Hygiene wurde am 26.2. geehrt.
Valentinstag 14.2.: Bischof von Terni, traute Verliebte, die nicht hätten heiraten dürfen. Ursprünglich war der Februar ein Weibermonat, Frauen, ihre Besonderheit und Fruchtbarkeit standen im Mittelpunkt des Lebens. 16 der 28 Tage haben weibliche Vornamen im Katholischen Kalender: Brigitte, Maria, Anna, Veronika, Agathe, Dorothea, Katharina, Juliana, Margarethe, Eulalia… 
1.2. /2.2./ Imbolc / Brigid /Maria Lichtmess
Imbolc in der Nacht vom 1.2. zum 2.2. markierte bei den Kelten den Frühlingsbeginn. Es ist das Fest der zunehmenden Mondsichel. Auch im Christlichen Glauben, wo dieses Fest zu Maria Lichtmess wurde, ist mit diesem Fest Weihnachten 40 Tage vorüber und damit beendet.

Früher endeten zu Lichtmess die Anstellungsverhältnisse und dadurch war es ein wichtiger Orakeltag. Imbolc bedeutet so viel wie „im Bauch“ – das Leben im Bauch der Mutter Erde beginnt sich zu regen. Es ist ein Fest, wo wir uns erinnern sollen an das noch ganz Ungebrochene, das durch und durch Lebendige, die wilde Energie des Frühlings, die es schafft, alles wieder zum Leben zu erwecken. Sich erinnern, wie es sich anfühlt, Kind oder Jugendlicher zu sein. Alleine Kinder anzuschauen, wie sie vor Lebendigkeit sprühen, lebendig bis zum Anschlag, ist Heilung. Oder Jugendliche, deren Erotik aufkeimt, wo das ganze Lebensgefühl noch durchdrungen ist von Verliebtheit. Das alles gehört zu diesem Fest und soll unsere Verkrustungen aufsprengen wie ein wilder Frühlingssturm.
Brigid, die Strahlende, mächtigste und beliebteste Göttin der Kelten steht für diese Zeit:
Sie lässt mit ihrer Feuerkraft den Schnee schmelzen und bringt Segen für das Jahr. Der Kessel der Verwandlung, der Inspiration, der Neues hervorbringt, ist ihr Symbol. Die Göttin kannte die Kraft aller heilenden Pflanzen und gab dieses Wissen ihren 19 Priesterinnen weiter.
Ein Leitspruch der Brigid: Steh zu dem, was Dir wichtig ist!
Ihre Botschaft:
Werde Dir zuerst über Deine Absichten klar. Wenn Du unklar bist, wird die Verwirrung Deine Kraft schwächen.


Persönliche innere Planung, eigene Visionen für das Jahr entwickeln:
Was ist mir wirklich wichtig? Was soll wachsen? Wohin will ich meine Kraft richten?

Was macht mir Freude? Was ist mein Ziel?

Dieser Prozess findet im Februar Unterstützung. Z.B. eine Collage zu den Zielen anfertigen, ein Bild oder eine Liste.
Da die Herrschaft dieser weißen Göttin Brigid bis in den Mai dauerte - ihr Höhepunkt ist ja erst zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche - fällt in diesen Zeitraum auch "Valentin" und "Fastnacht" oder Fasching. Die Göttin, die alle Gewässer in Bewegung versetzt, das Eis zum Schmelzen bringt, die Säfte in den Bäumen anregt und die Pflanzen wieder zum Sprießen bringt, die bewegt natürlich auch die Lebenssäfte im Menschen. Sie inspirierte nicht nur die Dichter und Sänger, sondern sie regte auch den hormonellen Rausch der Verliebten an. Von der Kirche noch nie gerne gesehen und als "unflätige Feste" sogar strengstens verboten. Deshalb wurde aus diesen spätwinterlichen ausgelassenen und natürlich immer erotisch-exzessiven Festen die "Fastenzeit". Doch die Wortnähe hat gar nichts miteinander zu tun. Fas-Nacht hat nichts mit Fasten zu tun, im Gegenteil!
Das Wort kam von dem Brauch des "FASELNS". Es ist ein mittelhochdeutsches Wort: "vaselen" fruchten, gedeihen.
Früher waren unzählige Formen der Reinigungszeremonie gebräuchlich, wie Feuerlauf, Fasten, Lärmen, Schweigen, Einkehr.

Die Natur unterstützt uns beim Hausputz, beim Entrümpeln und beim Fasten. Es gilt Altes loszulassen, zu Entrümpeln und auf diese Weise Platz für Neues zu schaffen.
•    Wie reinige ich meinen Körper, die Wohnung, meine Gedanken?
•    Worauf will ich (eine zeitlang) verzichten?
•    Welche neuen Rollen oder Perspektiven lasse ich zu?
•    Wie gebe ich dem neugierigen Kind in mir einen Platz?

Die Birke
mit ihrer weißen Rinde wurde sie im Norden Europas und bei den Kelten als heiliger Baum verehrt. Birkenblättertee kann Verunreinigungen und Wasseransammlungen aus dem Körper schwemmen. Auch Hautprobleme bessern sich. In einem Tee aus frischen Birkenblättern steckt Frühlingskraft!