Monatsenergie

Im Einklang mit dem Jahreskreis leben

Reifen wie der Baum,

der seine Säfte nicht drängt

und getrost in den Stürmen

des Frühlings steht

ohne die Angst,

dass dahinter kein Sommer

kommen könnte.

                           R.M.Rilke

 

Jeder Monat im Jahr hat eine andere Energie.
Wenn wir das Wissen unserer Vorfahren einbeziehen, können wir gelassener durchs Jahr gehen und bewusst die Kräfte der Natur für die Gestaltung unseres Lebens nutzen. Im Einklang mit dem Rhythmus der Jahreszeiten entsteht im Gespräch, in der Entspannung und in Ritualen Achtsamkeit für uns selbst.

Fast immer am ersten Dienstag im Monat

von 19.00 - 21.30 Uhr
im Familienzentrum Markkleeberg Hauptstraße 56

UKB: 15 Euro/Abend oder als Jahreskurs : 120 € für 12 Abende

 

September: Zeit des Ausgleiches und des Dankes

Scheiding, Obstmond oder Herbstmond,
September leitet sich von septimus, dem siebten Monat nach römischer Rechnung ab.
8.9. Maria Geburt
22.9. (meist) Herbst-Tagundnachtgleiche,
in Mitteleuropa wurde ein dreitägiges Fest gefeiert/

kelt. Mabon
29.9. Michaelistag,

 

Bauernspruch:
Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.

 

 

Die energetische Qualität des Septembers ist vom Gleichgewicht der Kräfte

und vom Übergang in die dunkle Jahreshälfte bestimmt
Wieder einmal stehen die Kräfte von Licht und Dunkelheit im Ausgleich, es ist die Zeit des Übergangs in die dunkle Jahreshälfte.
Ausgleich ist das Grundprinzip des komplexen Systems der Natur. Es ist geprägt vom ständigen Kommen und Gehen, Werden und Vergehen, Geben und Nehmen. Der Ausgleich der Energien ist der Zustand der Balance und der Harmonie, das Gleichgewicht.
Die Balance der Energien ist wie ein Fluss, ständig fließt Wasser davon und in gleichem Maße fließt es wieder nach, der Fluss selbst ist im dynamischen Gleichgewicht.

Der September ist eine gute Zeit, um sich mit dem Gleichgewicht der Kräfte im eigenen Leben zu befassen.
-    Was lässt mich lächeln, wenn ich an die vergangenen Monate denke?
-    Bei welchen Menschen und Themen in meinem Leben fühle ich mich in einem guten Gleichgewichtszustand?
-    Wie kann ich mich auf die dunkle Jahreszeit vorbereiten, was muss ich loslassen?
-    Wie erreiche ich einen Ausgleich von Nehmen und Geben?
Das Prinzip des Ausgleichs hatte für unsere germanischen Vorfahren eine grundlegende Bedeutung. War ein Mensch, eine Familie ein Clan im Gleichgewicht, so war Wachstum und gutes Gedeihen aller Menschen, Tiere und Pflanzen möglich. Wurde gegen das Gleichgewicht in der Gemeinschaft oder in der Natur verstoßen, so folgte daraus „Un-Heil“ oder Krankheit.
Gerade in diesem Jahr spüren wir sehr klar, dass wir als Menschen dieses Prinzip des Ausgleiches über viele Jahre hinweg ignoriert haben und nun Demut lernen sollen.


Herbst-Tagundnachtgleiche ( Mabon):
Wir befinden uns an einem Wendepunkt. Ab nun werden die Tage kürzer, die Nächte länger. Die Natur zieht sich nach und nach zurück und bereitet sich auf ihren Winterschlaf vor. Bevor dies geschieht, zeigt sie sich noch einmal in ganz besonderer Fülle und Pracht. Viele Feldfrüchte gelangen jetzt zur Reife und wir dürfen uns über frische Kartoffeln, Kürbisse, Möhren und Rüben freuen. Auch das Obst wird reif und wir können Äpfel, Birnen, und zuletzt den Wein genießen. Brombeeren und Holunderbeeren versorgen uns mit den wichtigsten Vitaminen, die unser Immunsystem für den Winter stärken. Haselnüsse und Walnüsse sind bereit, unseren Körper mit notwendigen Fettsäuren zu stärken. Unseren Vorfahren, die weder Gefriertruhen noch Kühlschränke oder Supermärkte hatten, war der Dank besonders wichtig, um die Erdgöttin und die Wettergötter günstig zu stimmen und somit die Ernte sicher einbringen zu können. Die Erntedankfeste begannen zur Herbsttagundnachtgleiche und dauerten bis zum darauf folgenden Vollmond. Der Göttin wurden die besten Früchte und Nüsse geopfert, damit sie auch im kommenden Jahr für eine gute Ernte sorgen würde. Es ist ein Fest der Fülle, der Farben und der Fröhlichkeit.
Neben der Herbst-Tagundnachtgleiche war der 29. September ein wichtiger Tag, ursprünglich der Thing-Tag der Germanen. Passend zur Jahreszeit wurde Recht gesprochen und bestehende Konflikte wurden gelöst. Mit dem Opfer für die Götter bedankte man sich und bestärkte so die Verbindung zur Anderswelt. Ursprünglich wurde wegen der Opferfeste der September als heiliger Monat gefeiert. Karl der Große verlegte dann den heiligen Monat auf den Dezember, die Geburtsfeier Christi.

Aber trotzdem galt auch in christlicher Zeit der 29.09. als magisch und wurde den drei Erzengeln Michael, Gabriel und Rafael geweiht.Am Abend vor dem 29.9. wurden die ersten Kerzen angezündet, das Lichtarbeiten begann.


Dankbarkeitsritual
Richte Deine Aufmerksamkeit auf Dinge für die Du dankbar bist, notiere Dir an 21 hintereinander folgenden Tagen alles in Dein Tagebuch, wofür Du dankbar bist an dem jeweiligen Tag.


Septembervollmond: 02.09. Erntemond - Verbindet uns mit unserer geistigen Heimat. Engel verstärken die Intuition und die innere Führung.

 

Die Pflanzenwelt im September:
Äpfel als Boten der Anderswelt spielen in vielen Kulturen eine Rolle. Bei den Kelten verbindet der Apfelbaum die Welt der Lebenden und der Toten. Die Germanen kannten die Göttin Iduna, die heilige Äpfel hütet, von denen die Götter täglich essen, um nicht zu altern.

Im September finden wir Neuaufwüchse der Frühjahrskräuter auf den Wiesen und leckere Früchte in den Hecken und die ersten Wurzeln können verkostet werden. Neben Kornelkirschen, Hagebutten, Weißdorn und Holunder gibt es Schlehen, Elsbeeren, Berberitzen, Sanddorn und auch Hopfenzapfen für den Tee.

Brennnesselsamen sind besonders reich an Eiweiß und essentiellen Fettsäuren und werden zur Steigerung der Vitalkräfte verzehrt. Sie werden im Spätsommer (Juli – September) gesammelt und getrocknet.
Powermüsli-Bananenkeks mit Brennnesselsamen (etwa 60 Stck.)
3 sehr reife Bananen
1/3 Tasse Rapsöl
2 Tassen Getreideflocken
11/2 Tassen Trockenfrüchte zerkleinert
1 Msp. Salz
1 ½ Tasse gehackte Mandeln
1/3  Tasse Brennnesselsamen    

Bananen mit Gabel zerdrücken und mit Öl zu einer glatten Masse rühren, restliche Zutaten nach und nach unterrühren.
Mit zwei Teelöffeln Teighäufchen auf ein Backblech setzen und bei Umluft 175 Grad °C ca. 20 bis 25 Min. backen. Kühl aufbewahren, innerhalb von zwei Wochen aufessen. Sind aber meist viel früher alle!

August: Zeit der Ernte und der Verantwortung

Aranmanoth, Ernting, Sichelmond oder Erntemond, benannt ist der August nach dem römischen Kaiser Oktavian, der sich den Beinamen Augustus gab.
Früher hatte der August nur 30 Tage,

um mit dem Juli (Julius Cäsar) ebenbürtig zu sein, fügte Augustus seinem Monat einen Tag vom Februar hinzu.
Am 1. oder 2. August ist Lammas oder Lughnasadh
15. August ist Maria Himmelfahrt, Kräuterweihe in der Kath. Kirche
24.8. Bartholomäustag, die Störche fliegen nach Süden

 

 

Die energetische Qualität des August ist Reife und Vollendung

Alle Kraft der Pflanze fließt nun in die Teile, die übrig bleiben werden, wenn sie selbst den Weg zurück zu ihrem Ursprung gegangen ist.
Geh an einem Augusttag hinaus und nimm die Fülle wahr, die dich umgibt. Es ist genug für alle da und noch viel mehr.

Neben dem materiellen Reichtum gibt es noch mehr:
Freundschaft, Lächeln, Fröhlichkeit, Spaß und Liebe gehören ebenso zur Fülle wie Tränen, Zweifel und Ärger. Süße wie bittere Früchte hängen alle an einem Baum.
Die Energie des August bestärkt uns darin, Bestehendes zur Reife zu bringen und uns mit dem zu befassen, was wir als Früchte an die Umwelt weitergeben wollen.
Es ist Zeit einen bewussten Schnitt zu setzen, wenn wir jetzt nicht ernten, verlieren wir alles.

-    Bei welchen Themen brauche ich eine Entscheidung, um etwas zu beenden, damit Neues wachsen kann?
-    Von welchen Dingen oder Menschen sollte ich mich trennen, damit ich in meiner Kraft bleibe?
-    Was wir in die Welt hinausschicken kommt irgendwann zu uns zurück,

      nehmen wir also unsere Verantwortung für das, was ist, an!


Lammas“ oder „Lughnasad
Bei den Kelten hieß der August Lugdunum und ein wichtiges Fest wurde am 1. oder 2. August als Schnitterinnen-Fest von unseren AhnInnen als Fest des ersten Getreideschnittes und des daraus gebackenen Brotes gefeiert – irisch/keltisch „Lammas“ oder „Lughnasad“. Wir ehren die Kraft des üppigen Wachstums und danken der Mutter Erde für ihre Gaben.
Es ist das Fest der abnehmenden Mondsichel und steht im Jahreskreis Lichtmess gegenüber.
Frauen, die nicht mehr menstruierten wurden zu Lammas aus dem Kreis der fruchtbaren Frauen entlassen.
Das Schnitterinnenfest ist die Zeit der klaren Ausrichtung und Entscheidung, Veränderungen zuzulassen. Du wirst jetzt bestmöglich unterstützt wenn es Entscheidungen gibt, die Du schon lange hinausgeschoben hast. Schneide Hindernisse weg!


Es ist ein Fest, das den Kreislauf des Lebens auf ganz besondere Weise symbolisiert, da die Ernte natürlich auch den Tod der Pflanzen bedeutet. Es ist ein ewiger Kreislauf von Säen, Wachsen, Blühen, Früchte tragen, Ernten und Absterben.
Im Germanischen war eine Göttin für das Getreide zuständig, die Sif, deren weizenblondes Haar in einer Geschichte abgeschnitten und von den Zwergen durch Haare aus purem Gold ersetzt wurde. Getreide, das Haar der Erdmutter war wertvoll wie Gold. Eine Garbe der Ernte wurde der Kornmutter als Zeichen der Dankbarkeit geweiht, manchmal verblieb diese Garbe auf dem Feld oder bekam im Haus einen besonderen Ort.
Frauendreißiger/ Kräuterkraft im August:
Um den 15. August (Maria Himmelfahrt, früher Fest der Göttin Artemis) entfalten viele Kräuter ihre besonderen magischen Kräfte. Maria als Nachfolgerin der großen Göttin steht nach der Christianisierung im Mittelpunkt zahlreicher Bräuche. Wer einen eigenen Heilstrauß pflücken möchte, verwendet 9 Kräuter aus folgendem Sortiment, die Mitte bildet nach Möglichkeit eine Königskerze:
Alant, Arnika, Baldrian, Beifuß, Eisenkraut, Frauenmantel, Goldrute, Holunderblätter, Huflattich, Immergrün, Johanniskraut, Kamille, Klee, Königskerze, Liebstöckel, Odermennig, Pfefferminze, Rainfarn, Raute, Schafgarbe, Thymian, Wacholder, Wegwarte, Wermut, Wiesenknopf.
Pflanzenverbündete finden:
Schließe Deine Augen, bitte Deine Pflanzenverbündeten, sich zu zeigen.
Fühle sie, rieche sie, schmecke sie, berühre sie, versuche, ihre Energie zu empfinden und in dich aufzunehmen.
Frage nach den Pflanzen, die dich in der nächsten Runde begleiten. Lass dir Zeit und nimm sie wahr. Schaue wie sie sich dir zeigen und wie du sie anwenden kannst, so dass sie wirksam sind.
Frage auch, was du für den Pflanzengeist tun kannst. Bedanke dich. Stelle dir ein Kräuterbüschel zusammen oder einen Medizinbeutel.
Die Pflanzen werden dir bis zum nächsten Sommer Begleiterinnen sein.

Augustvollmond 03.08.: Bringt die Wende, Materielles wird in Geistiges gewandelt. Altes kann losgelassen und Neues empfangen werden.


Juli: Zeit der Sonne und des Reifens

Heuet oder Heumonat, Honigmond- weil es der Monat nach der Hochzeit ist.
Der Juli ist nach Julius Cäsar benannt.
Im Juli können wir aus dem Vollen schöpfen. Die Früchte reifen, die Kräuter stehen in voller Blüte und das Korn will geerntet werden.
Die Sonne brennt heiß an den Hochsommertagen, die auch Hundstage genannt werden.

Am 23. Juli wird der Hundsstern Sirius am Maul des „Großen Hundes“ sichtbar, wo er am 23. August wieder entschwindet.
2. Juli - Fest der werdenden Mütter! Wenn Du eine kennst, bereite ihr eine Freude!

 

Ein wichtiger Lostag ist der 20. Juli, Tag der heiligen Margarete, einer der ältesten christlichen Heiligen. Sie tritt als „erste Schnitterin“ auf. In ihr vermischt sich der lebensspendende Aspekt mit der lebensnehmenden Kraft der Göttin. Am 20.Juli lässt Margarete „die Fliegen los“(Volksmund). Fliegen galten als Träger der Seelen der Verstorbenen, die sich in geflügelter Form zu den Orten ihrer nächsten Bestimmung aufmachten.

Juli – Zeit der Vernetzung und des Verbundenseins
Im Juli fällt es uns leicht, uns für Neues zu öffnen und Bestehendes weiterzuführen.

Die Coronazeit hat uns mit unseren Lebenswerten in Kontakt gebracht.
-    Welche Werte sind Dir für Dein Leben wichtig?
-    Mit welchen Menschen kannst Du Dich verbünden, damit Du sie leben kannst?
-    Was willst Du in Deinem Leben bewirkt haben?

Nimm Dir Zeit zum Träumen und lass Deine Seele baumeln!
Genieße die Wärme der Sonne, nimm den Duft des Sommers tief in dich auf, speichere ihn in dir ab, damit er dich im dunklen Winter wärmen kann.

Einfach da sein.

Bewusster bei Dir selbst sein, als sich im Tun zu verlieren.

Geh mehr als sonst ins Anhalten, Entspannen, Lauschen, genießen, dich fallen und gehen lassen.

Antworten auf deine Fragen kommen dann wie von allein.

Julivollmond 05.07.2020: Er stärkt die sinnliche Seite in uns.

Es ist in der Honigmondzeit wichtig, sich zu entspannen und die Süße des Lebens zu genießen.

Im Juli können wir die Verbundenheit mit der Natur besonders gut spüren:
Geh in die Natur und nimm Dir zehn Minuten Zeit, um ganz intensiv diese Verbindung zu spüren. Stell dich breitbeinig und locker in den Knien ins Gras. Konzentriere dich zunächst auf dich, wie bist du da und lass alle störenden Gedanken los. Nimm mit deinen Augen die Umgebung auf, die Pflanzen, die Tiere, die Oberfläche der Erde, die dich trägt. Jedes Wesen, das mit dir diesen Ort teilt, ist Individuum und doch zugleich Teil eines großen Gewebes, das alles verbindet und erhält. Sprich nun den folgenden Text, bis du die Verbindung gut spüren kannst:


Ich bin verbunden mit allem Sein.
Mit Schwester Mond und ihren Schatten,
mit Mutter Nacht, Vater Sonne und den Sternen,
Bruder Tag und Großmutter Erde.
Mit allen Tieren und allen Pflanzen
So bin ich ich
Und Teil des Ganzen.        (Arunga Heiden)


Erinnere dich im Alltag immer wieder daran, dass du dazu gehörst mit aller Verantwortung und aller Geborgenheit.


Juni: Zeit des inneren Wachsens

Grasmond- weil die Heuernte beginnt, Brachmond, Rosenmond oder Johannismond
Juni kommt von Juno, der römischen Göttin der Gestirne und der Hüterin aller sozialen Bindungen in Sippe, Ehe und Familie.
Die energetische Qualität des Juni ist bestimmt durch Licht und Helligkeit.
11. Juni: Matralien (römisch) Heute feiern wir alle Frauen, die mütterlich sind, ohne Kinder geboren zu haben. Sie sind die Stützen der Familien.

Für das Wachstum bedrohlich ist die sogenannte Schafskälte, zwischen dem 10. und dem 14. Juni.

Alte Wetterregel:
„Vor Johanni bitt um Regen, hernach kommt er ungelegen.“
Am 21. Juni feiern wir die Sommersonnenwende (Litha), der längste Tag und die kürzeste Nacht. Am 24.06. ist Johannistag, der sich vom Geburtstag von Johannes dem Täufer ableitet.
(Auch Spargelsilvester, Holdertag)
Bekannt als Lostag für das Wetter der nächsten 7 Wochen ist der 27.06., der Siebenschläfertag.

Raum für inneres Wachstum schaffen
Angeregt durch das Wachstum der Pflanzen und Bäume, erhalten wir Gelegenheit, uns mit unserem eigenen inneren Wachstum zu befassen. Auch wir sind Teil der sich ständig entwickelnden Welt, des Kreislaufes von Werden – Sein – Vergehen. Nichts bleibt gleich. Dennoch können wir ideale Bedingungen für unser inneres Wachstum schaffen, indem wir uns mit unseren Stärken und Schwächen annehmen und lieben lernen. Wachstum ist häufig erst dadurch möglich, dass wir Fehler machen und daraus lernen und uns trotzdem liebevoll annehmen! Der wichtigste Nährboden ist die Liebe zu uns selbst.
Im Juni befinden wir uns an einem Wendepunkt. Es ist Zeit, in der Natur innezuhalten und sich neu auszurichten.

Der Juni bringt Verborgenes ans Licht.

•    Der helle Juni fordert uns dazu auf, kritisch auf unsere Lebensumstände zu schauen, die unserem Wachstum nicht mehr dienlich sind.
•    Was hat Dich die Coronazeit gelehrt?
•    Fließt Deine Kraft in alles, was dir wichtig ist? Was ist noch zu tun, damit Du in diesem Jahr ernten kannst?
•    Wo gilt es etwas zu klären, zu bereinigen oder zu verabschieden?


Trau Dich zu leuchten, glaube daran, dass Du etwas verändern kannst.
Sei achtsam mit Dir und Deiner Energie, aber entzünde Dein inneres Feuer.
Verbünde Dich mit anderen Menschen, die so wie Du denken und leben.
Komm in Deine Kraft!

Sommersonnenwende – Litha

In den Tagen um den 21. Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Stand.

Mit der Sommersonnenwende beginnt die Erntezeit. Die Pflanzen wuchern nicht mehr, sondern verwandeln die Fülle der Energie in Früchte, Blüten und andere Genüsse. Das sollte entsprechend gefeiert werden, um die Sonnenkraft zu ehren und damit Geben und Nehmen im Gleichgewicht sind.
Ursprünglich war es der Tag an dem der germanische Lichtgott Baldur von seinem dunklen Bruder Hönur, dem blinden Gott der Zeit getötet wird. Unter christlichem Einfluss wurde das Fest zum Johannisfest, am 24. Juni.

Im Mittelpunkt der Mittsommerbräuche steht die Kraft des Feuers.

 

Litha, die keltische Mondgöttin steht für Überfluss und Fruchtbarkeit, Macht und Ordnung, Balance und Ausgewogenheit. Als Mondgöttin hält sie ständig die Balance zwischen den Kräften des Wachsens und des Abnehmens. Ihr Fest bildet die Mitte zwischen der Zeit des zunehmenden und des abnehmenden Lichts. Sie ist die Essenz des Mittelpunktes des Jahres, das Zentrum, in dem die Zeit für einen kurzen Moment angehalten wird.

Dies ist die ideale Zeit, um an Fragen des eigenen inneren Gleichgewichts zu arbeiten.

Kräuterkraft: Die Kräuter haben in der Zeit der Sommersonnenwende eine besondere Wirksamkeit, viele Heilkräuter stehen in voller Blüte. Einige heilige Pflanzen waren mit diesem Fest besonders verbunden, Pflanzen, in denen die Menschen besondere Kräfte sahen, Kräfte der Sonne und solche, die das Dunkle bannen konnten: Johanniskraut, Ringelblume, Baldrian, Eisenkraut, Frauenmantel, Beifuß, Rotklee. Sie wurden als Gürtelkräuter bezeichnet. Es war auch üblich, sich Gürtel aus diesen Kräutern zu flechten und sie zu Sonnenwendfesten zu tragen.


Der Junivollmond (05.06.) unterstützt dabei, Frieden, Liebe und Verständnis in seine Beziehungen zu bringen.


Mai - Zeit der Sinne und der Lebenslust

Beltane, Walpurgis die Nacht vom 30.4. zum 1.5.

Fruchtbarkeitsfest, das der Verbindung von männlicher und weiblicher Lust gewidmet war. Heilige Hochzeit,

das Symbol dafür war der Maibaum (Himmel und Erde). Bekränze Dich am Walpurgistag mit Gundelrebe und verbinde Dich dadurch mit den Natur und ihren sinnlichen Energien.

 

Wie feiern wir in Zeiten von Corona ?

Wie begegnen sich Mann und Frau auf Seelenebene?

Wie können wir wahrhaft partnerschaftlich miteinander sein? Wie leben wir die gegenseitige Wertschätzung unserer Unterschiedlichkeit?

Die Probleme der neuen Zeit werden wir nur gemeinsam lösen können! Alte Rollenmuster dürfen gehen!

 

 

Wonnemond, Winnemond (Winnemanouth, Winne – germanisch -die Wiese) oder Blumenmond

 

 - Die Bauern konnten ihr Vieh nun wieder auf die Wiesen bringen.

Der Name Mai ist germanisch und bedeutet „jung“, eine Maid ist ein junges Mädchen. Die energetische Qualität des Mai ist freudig und lebendig.

 

Die Eisheiligen sind die allerletzten Boten des Winters, der sich nun endgültig verabschiedet:

 

Mamertus 11.Mai / Pankratius 12.Mai/ Servatius 13.Mai/ Bonifatius 14.Mai/ Sophie 15.Mai

 

Im Mai spiegelt sich die Liebe des Göttlichen zu allem Leben, die Welt leuchtet in allen Farben. Wir können spüren, wieviel Schönheit die Entfaltung des Lebens mit sich bringt.

 

Der Maivollmond (7.5.) ist zutiefst inspirierend, er steht für die Liebe zwischen Mann und Frau und hilft uns, uns wieder für die Liebe zu öffnen.

 

 Lebenskraft einladen:

 

·       Wo lässt Du Dich in Deiner Kraft einschränken?

 

·       Wo lebst Du auf Sparflamme, ohne Leidenschaft und Freude?

 

·       Spüre genau hin, was Dir fehlt.

 

·       Welche Gefühle kommen aus Deinem Herzen?

 

Wo hast Du Dir selbst Zäune gebaut, über die Du Dich nicht hinaus wagst?

 

·       Wo bist Du Zaunreiter/in?

 

·       Wo lebst Du Dein inneres Feuer und Deine Leidenschaft?

 

·   

Sinnlichkeit und Lebenslust feiern

 

Der Mai ist die Zeit der Leidenschaft, der Lust und der Sexualität. Bei unseren Vorfahren, waren Lust und Begehren der irdische Ausdruck der Lebenskraft der Schöpfung. Sexualität verbindet uns mit dem Leben. Gönnen wir uns deshalb im Mai Zeit für unsere Lust, Lust an Bewegung, an der Freude, Lust daran, lebendig zu sein, Lust auf dieser Erde zu sein, Lust am Wachsen und Sein.

 

Erlauben wir unserer wilden ungezügelten Leidenschaft, ihren Raum in unserem Leben einzunehmen. Unsere innere wilde Frau weiß um die Antriebskräfte, die wir brauchen, um unser Leben in die Hand zu nehmen.

 

In den Überlieferungen geht es um die Transformation der jungfräulichen weißen Göttin zur lustvollen, sinnlich erotischen roten Göttin der Liebe und der Leidenschaft.

 

Freyja – Göttin des Glücks und der Liebe 

(U. Stumpf, www.kräuterweisheiten.de)

 

Erinnerst Du dich an mich?

Ich lebe in Dir, in Deiner Mitte. Ich lebe dadurch, dass Du mich spürst. Ich erinnere Dich an Dein Geheimnis, an Deinen Schatz, der tief in dir verborgen ist und dem Du vielleicht manches Mal zu wenig Beachtung schenkst. Er könnte der Tropfen der Weisheit sein. Sei achtsam für das, was in Dir wachsen will und nimm es wichtig auf Deine ureigene Art.

 

Vergiss, was andere gesagt haben und noch dazu sagen könnten. Lass die Rollen los, die nicht zu Dir gehören.

 

Höre auf mich, Deine innere Stimme, die Stimme der Göttin in Dir. Fühle die Kraft, die Dich schon bei unserer ersten Begegnung belebt. Ich helfe Dir jeden Tag wieder, Dir selber treu zu sein. Und Du wirst fühlen, wie selbstverständlich Dir die Kraft ins Fließen kommt. Im Einklang mit Dir, der Natur und dem Leben wirst Du ungeahnte Freuden erleben.

 

Übrigens, ich bin Freyja und bin Göttin aller Menschen, die ich liebe und die mich lieben. Ich bringe Glück und Leidenschaft auch den Männern, die sich an mich erinnern.   

 

Maipflanzen sind Boten der Lebensfreude, sie entschleunigen, tauschen Alltagsstress gegen Freude und machen glücklich: Waldmeister, Rotklee, Weißdorn

 

Der Weissdorn (Crataegus monogyna)

Hagedorn, Heckendorn, Zaundorn, Mehlbeerbaum

Der Weißdorn ist eine der wichtigsten Pflanzen für unsere Herzgesundheit, deswegen ist er sogar vielen Pflanzenlaien bekannt, weil sie zur Herzstärkung Weissdornpräparate einnehmen.

 


April: Zeit der Öffnung und des Schutzes

Auch in diesen besonderen Zeiten steht hier ein Monatstext und ich finde, der April kann uns mit seiner Energie durchaus bei unseren momentanen Herausforderungen unterstützen:


Der Name April kommt aus dem Lateinischen. „Aperire“ heißt öffnen und sein Name ist Programm!

Der April öffnet die Knospen und Blüten aber auch die Herzen der Menschen.

Die Bäume zeigen zartes Grün und die Kraft des Neuanfangs hat sich durchgesetzt.
Aber es geht nicht ohne Gegenkräfte. Immer noch gibt es die Gefahr der Nachtfröste und Temperaturschwankungen gehören zum April.
Die energetische Qualität des April ist Öffnung.

Der 1. April war ursprünglich ein Tag der Göttin Venus. Der Aprilscherztag stammt von diesem weiblichen Feiertag ab, an dem man alle Arten von Dummheiten beging, um die Herrschaft der Liebe über die Logik zu feiern.
Trau Dich, stell die Liebe über die Logik!
Manchmal fällt es uns schwer, uns nach Enttäuschungen, Verletzungen, Schmerzen uns trotzdem wieder auf Neues einzulassen. Aber nur wenn wir uns öffnen, kann die Kraft des Lebens durch uns hindurchfließen und uns unterstützen, unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten zu entfalten.
Sich schützen
In unserer Welt der Polaritäten entfaltet jede Kraft auch ihre Gegenkraft. Wer sich öffnet, wird verletzlich.

 

Aber Widerstände und Widrigkeiten gehören zum Wachstum – besonders am Anfang eines Weges.

Gerade hat etwas Neues, eine Idee, ein Ziel erste Formen angenommen, da gibt es Widerstand und die Pläne funktionieren nicht. Die Natur kennt das.

Auch hier erfriert manches, ehe es sich zu ganzer Größe entfalten kann. Die Strategie der Natur lautet: Öffnung auf Raten: Zuerst wagen sich all die Pflanzen vor, die Nachtfröste gut vertragen können, die anderen sprießen sehr vorsichtig und wachsen nur dann, wenn es warm ist.


Öffnung findet in einer Weise statt, die genau die eigenen Grenzen spürt. Sie berücksichtigt die äußeren Bedingungen, die das Tempo des Wachstums vorgeben, ohne sich vom Ziel abbringen zu lassen.
Schütze dich angemessen,
wahre Deine Grenzen,
nimm Unterstützung an.


Alle Kräfte, die uns hindern, bremsen, uns vielleicht bedrohen, haben ihren Sinn und ihren Platz im Leben.

Sie ermutigen uns, geduldig durchzuhalten und uns die Zeit zu nehmen, langsam stark zu werden.


Ostern/ Ostara
Das Fest der germanischen Göttin Ostara wurde vor der Christianisierung zur Tagundnachtgleiche gefeiert. Ostara bringt uns das Licht aus dem Osten.
Os-tara bestehend aus zwei Lautsilben, "Os" für Schoß-Erde-Geburt und "tar" für "zeugen" könnte mit "Erdzeugung" übersetzt werden. Mit ihren Schlüsseln, den Schlüsselblumen öffnet sie dem Frühling das Tor.
Zum Schutz der Feldfrüchte wird Ostara mit Feuerritualen in der Morgendämmerung gefeiert. Auch wir Menschen sind aufgefordert, unser inneres Feuer wieder zu entfachen.
Die Kraft der Ostara hilft uns bei der Verwirklichung unserer Ziele.

Es ist also eine gute Zeit, sich von Altem endgültig zu lösen und etwas Neues anzufangen.

Aprilvollmond: Saatmond, Mond der knospenden Bäume (08.04.)

Walpurgisnacht/ Beltane die Nacht vom 30.4. zum 1.5.:
Fruchtbarkeitsfest, das der Verbindung von männlicher und weiblicher Lust gewidmet war. Heilige Hochzeit, das Symbol dafür war der Maibaum (Himmel und Erde). Bekränze Dich am Walpurgistag mit Gundelrebe und verbinde Dich dadurch mit den Natur und ihren sinnlichen Energien. 


Fragen die Du Dir stellen kannst:
Was verstehe ich unter Fülle?

 

Kann ich die Fülle in meinem Leben wahrnehmen?