Monatsenergie

Im Einklang mit dem Jahreskreis leben

Reifen wie der Baum,

der seine Säfte nicht drängt

und getrost in den Stürmen

des Frühlings steht

ohne die Angst,

dass dahinter kein Sommer

kommen könnte.

                           R.M.Rilke

 

Jeder Monat im Jahr hat eine andere Energie.
Wenn wir das Wissen unserer Vorfahren einbeziehen, können wir gelassener durchs Jahr gehen und bewusst die Kräfte der Natur für die Gestaltung unseres Lebens nutzen. Im Einklang mit dem Rhythmus der Jahreszeiten entsteht im Gespräch, in der Entspannung und in Ritualen Achtsamkeit für uns selbst.

Fast immer am ersten Dienstag im Monat

von 19.00 - 21.00 Uhr
im Familienzentrum Markkleeberg Hauptstraße 56

UKB: 15 Euro/Abend oder als Jahreskurs : 120 € für 12 Abende

 


März: Zeit des Aufbruchs und der Erneuerung

Frühlingsmond, Lenz (die Tage werden länger), Lenzing


Der Name März leitet sich von Martius, Mars, dem römischen Kriegsgott ab, denn er war in friedlichen Zeiten der Gott der Frühlingsvegetation, außerdem besiegt der Frühling den Winter. Gelb als Farbe in der Natur, erfreut die Sinne und die Seele und stimmt uns fröhlich.
Besondere Tage: 1. März meteorologischer Frühlingsbeginn
                              8. März Internationaler Frauentag
                             21. März Frühlings-Tagundnachtgleiche

Die Sonne scheint jetzt jeden Tag 3 Minuten länger. Am 21.3. sind Tag und Nacht gleich lang, jeweils 12 Stunden. Von nun an wird das Licht die Dunkelheit verdrängen. Das helle Halbjahr beginnt.
Anfang und Ende des Monats bringen aber häufig noch eine Kältewelle übers Land.
Als Brücke zwischen Winter und Frühling bringt der März einen Umschwung zu Neuem, das lange im Dunkeln gewartet hat, um sich herauszutrauen ins Unbekannte, Ungewisse, aber Notwendige. Besonders spüren wir diese Energie zum Zeitpunkt der Tag-und Nachtgleiche.
Das Neue begrüßen – den ersten Schritt tun.
Wir werden nun aufgefordert, ernst zu machen mit unseren Plänen. Was wir uns wirklich wünschen, darf jetzt Gestalt annehmen. Welche Projekte, welche „Pflanzen“ sollen in diesem Jahr wachsen? Einjährige Veränderungen sind genauso willkommen wie langfristige Projekte.
Im März heißt es, Mut zu sammeln und sich auf den Weg zu machen und jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Zuerst wird entschieden, welche der vielen Ideen umgesetzt werden und  was dazu notwendig ist.

 

Fragen, die Du Dir stellen kannst:
Welche Saat will ich in diesem Jahr zum Keimen bringen?

Kenne ich mein Ziel?
Was kann ich konkret tun, um meinen Zielen, Ideen und Vorhaben näher zu kommen?
Wie fühlt es sich an, wenn ich mein Vorhaben umgesetzt habe?
Was heißt es für mich und mein Leben „im Gleichgewicht“ zu sein?

 

Die Dunkelheit verabschieden
Am 21. März endet das dunkle Halbjahr, das mit der Herbst-Tagundnachtgleiche begann.

An  diesem Tag fließen die Gegensätze harmonisch ineinander, wir können Abschied nehmen von der Zeit der Dunkelheit, in dem wir liebevoll Rückschau halten, was sie uns in den vergangenen 6 Monaten gelehrt hat in Sachen Geduld, Ruhe und Innerlichkeit.

Wir wenden uns der lichten Zeit zu, der Zeit des Handelns, des Kämpfens und Liebens, des Gestaltens und des äußeren Wachstums.

Mit der neuen Wachstumsperiode begann für die Menschen, die mit der Natur lebten, die intensive Phase der Arbeit. Sowohl in christlicher als auch in vorchristlicher Zeit wurde der Segen für die Felder in „Flurumgängen“ erbeten. Ziel war es, Mutter Erde zu wecken und zu ehren.    
Als Erda, Berta, Hertha, Erke oder Gerda wurde sie im deutschsprachigen Raum bezeichnet. Man stellte sich die Göttin der Erde im Frühling als junge Frau vor, die aus den Tiefen der Erde zu den Menschen kam und in strahlender Schönheit das Land durchquerte, um Fruchtbarkeit und Lebenslust für Pflanzen, Menschen und Tiere zu schenken. Da Fruchtbarkeit häufig mit Wasser in Verbindung gebracht wurde, sah man diese Göttin als verbunden mit Meer, Flüssen, Bächen oder Seen an.   


Der Märzvollmond am 21.03. weckt uns aus den Träumen und ruft uns zur Tat. Mit seiner Unterstützung können wir Dinge mit Kraft aufladen.

 

Bärlauch als erster Frühlingsbote: Der Name des Bärlauchs stammt möglicherweise noch von unseren germanischen Vorfahren. Der Bär galt den Germanen als ein fruchtbarkeitsfördernder Vegetationsdämon, der symbolisch für das kraftvolle Wesen stand, dass den Winter brechen konnte und neue Fruchtbarkeit bescherte. Er war der Frühlingsbringer, das Fruchtbarkeitstier, das sich sogar in dem Wort „gebären“ verewigt hat.
Wir kennen noch andere Pflanzen mit der Silbe „Bär“ Bärlapp, Bärenklau, Bärwurz… Das sind alles Pflanzen des Bären, die die starke Kraft der Reinigung und Erneuerung haben, das Verhärtete brechen und den Körper erwärmen. Der Bärlauch gehört zu den Liliengewächsen, was man an seiner wunderschönen Blüte erkennen kann. Er ist ein Vertreter der Lauchfamilie, was am Geruch wahrzunehmen ist. 
"Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch“         Kräuter-Pfarrer Künzle

 


April - Zeit der Öffnung und des Schutzes

Knospenmonat, Keimmonat, Launing
Der Name April kommt aus dem Lateinischen. „Aperire“ heißt öffnen und sein Name ist Programm! Der April öffnet die Knospen und Blüten aber auch die Herzen der Menschen. Das Versprechen des März, dass das Leben nach dem Winter wiederkommt, geht im April in Erfüllung. Die Bäume zeigen zartes Grün und die Kraft des Neuanfangs hat sich durchgesetzt.
Aber es geht nicht ohne Gegenkräfte.
Immer noch gibt es die Gefahr der Nachtfröste und Temperaturschwankungen gehören zum April.
Bald trüb und rau, bald licht und mild, April, des Menschen Ebenbild!
Am 1. April war früher das Fest der Göttin Venus

(Veneralien römisch, bei den Griechen Aphrodite) und wurde vorwiegend von den Frauen gefeiert. Die Frauen verbrannten Weihrauch, um Liebe, leichte Geburten und Freude zu erbitten. Es ist kein Zufall, dass der erste April mit seinen Scherzen von diesem emotionalen und sinnlichen Feiertag abstammt. Liebende tragen sich an diesem Tag sinnlose Aufgaben auf, um sich ihre Zuneigung und Ergebenheit zu beweisen...lasst Euch etwas einfallen, damit es viel zu lachen gibt!
Die energetische Qualität des April ist Öffnung.
Trau dich und öffne dich!
Manchmal fällt es uns schwer, uns nach Enttäuschungen, Verletzungen, Schmerzen uns trotzdem wieder auf Neues einzulassen. Aber nur wenn wir uns öffnen, kann die Kraft des Lebens durch uns hindurchfließen und uns unterstützen, unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten zu entfalten.
Sich schützen
In unserer Welt der Polaritäten entfaltet jede Kraft auch ihre Gegenkraft. Wer sich öffnet, wird verletzlich. Aber Widerstände und Widrigkeiten gehören zum Wachstum – gerade am Anfang eines Weges. Gerade hat etwas Neues, eine Idee, ein Ziel erste Formen angenommen, da gibt es Widerstand und die Pläne funktionieren nicht.
Die Natur kennt das. Auch hier erfriert manches, ehe es sich zu ganzer Größe entfalten kann.
Die Strategie der Natur lautet: Öffnung auf Raten
Zuerst wagen sich all die Pflanzen vor, die Nachtfröste gut vertragen können, die anderen sprießen sehr vorsichtig und wachsen nur dann, wenn es warm ist.
Öffnung findet in einer Weise statt, die genau die eigenen Grenzen spürt. Sie berücksichtigt die äußeren Bedingungen, die das Tempo des Wachstums vorgeben, ohne sich vom Ziel abbringen zu lassen.

Schütze dich angemessen, wahre deine Grenzen, nimm Unterstützung an.

Behalte dabei Deine Präsenz.

Alle Kräfte, die uns hindern, bremsen, uns vielleicht bedrohen, haben ihren Sinn und ihren Platz im Leben.

Sie ermutigen uns, geduldig durchzuhalten und uns die Zeit zu nehmen, langsam stark zu werden.

Aprilvollmond (19.04.): Saatmond, Mond der knospenden Bäume

Ostern, das Fest der germanischen Göttin Ostara wurde vor der Christianisierung zur Tagundnachtgleiche gefeiert, Ostara bringt uns das Licht aus dem Osten. Mit ihren Schlüsseln, den Schlüsselblumen öffnet sie dem Frühling das Tor.

Die Vögel singen wieder und die Eier sind Symbol für die Quelle allen Lebens und die Lebenskraft.
Hasen sind die Lieblingstiere der Göttin, sie zogen ihren Wagen, mit dem sie über die Fluren fuhr und auch sie sind sehr fruchtbar. Auch in anderen Kulturen wurden die Hasen als fruchtbarkeitsbringend verehrt.
In Osteuropa galt der Brauch, rot gefärbte auf die Gräber zu legen, als eine Art Auferstehungszauber.
Mit der Christianisierung wurde Ostern das höchste und ritualreichste Fest. Die 40 tägige Fastenzeit ist zu Ende.

Der Ostersonntag ist immer der Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond.
Verschenke Ostereier mit besonderen Segenswünschen, spring übers Osterfeuer!

Walpurgisnacht/ Beltane die Nacht vom 30.4. zum 1.5.:
Fruchtbarkeitsfest, das der Verbindung von männlicher und weiblicher Lust gewidmet war. Heilige Hochzeit, das Symbol dafür war der Maibaum (Himmel & Erde). Die Göttin verlässt das Stadium der Jungfräulichkeit, um als sinnliche Frau in Fülle und mit Lust, Neues hervorzubringen. Sie vereinigt sich mit dem Sonnengott (Herr des Waldes).

Winde Dir einen Kranz aus Gundelreben am Walpurgistag und genieße die Natur in ihrer Schönheit.