Monatsenergie

Im Einklang mit dem Jahreskreis leben

Reifen wie der Baum,

der seine Säfte nicht drängt

und getrost in den Stürmen

des Frühlings steht

ohne die Angst,

dass dahinter kein Sommer

kommen könnte.

                           R.M.Rilke

 

Jeder Monat im Jahr hat eine andere Energie.
Wenn wir das Wissen unserer Vorfahren einbeziehen, können wir gelassener durchs Jahr gehen und bewusst die Kräfte der Natur für die Gestaltung unseres Lebens nutzen. Im Einklang mit dem Rhythmus der Jahreszeiten entsteht im Gespräch, in der Entspannung und in Ritualen Achtsamkeit für uns selbst.

Fast immer am ersten Dienstag im Monat

von 19.00 - 21.00 Uhr
im Familienzentrum Markkleeberg Hauptstraße 56

UKB: 15 Euro/Abend oder als Jahreskurs : 120 € für 12 Abende

 

Juni: Zeit der Entfaltung und des inneren Wachstums

Grasmond- weil die Heuernte beginnt, Brachmond, Rosenmond oder Johannismond
Juni kommt von Juno, der römischen Göttin der Gestirne und der Hüterin aller sozialen Bindungen in Sippe, Ehe und Familie. Hier hat die Tradition, im Juni zu heiraten, ihren Ursprung.
Die energetische Qualität des Juni ist bestimmt durch Licht und Helligkeit.
Für das Wachstum bedrohlich ist die sogenannte Schafskälte, zwischen dem 10. und dem 14. Juni.

 

Alte Bauernregel:

„Vor Johanni bitt um Regen, hernach kommt er ungelegen.“

Am 21. Juni feiern wir die Sommersonnenwende (Litha), es ist der längste Tag und die kürzeste Nacht.
Am 24.06. ist Johannistag, der sich vom Geburtstag von Johannes dem Täufer ableitet, (auch Spargelsilvester, Holdertag) aber auch der Tag der Glücksgöttin Fortuna.
Bekannt als Lostag für das Wetter der nächsten 7 Wochen ist der 27.06., der Siebenschläfertag.

 

Raum für inneres Wachstum schaffen
Angeregt durch das Wachstum der Pflanzen und Bäume, erhalten wir Gelegenheit, uns mit unserem eigenen inneren Wachstum zu befassen. Auch wir sind Teil der sich ständig entwickelnden Welt, des Kreislaufes von

Werden – Sein – Vergehen.

Nichts bleibt gleich. Dennoch können wir ideale Bedingungen für unser inneres Wachstum schaffen, indem wir uns mit unseren Stärken und Schwächen annehmen und lieben lernen. Wachstum ist häufig erst dadurch möglich, dass wir Fehler machen und daraus lernen und uns trotzdem liebevoll annehmen!


Im Juni befinden wir uns an einem Wendepunkt im Jahr - Es ist Zeit, in der Natur innezuhalten und sich neu auszurichten.
Der helle Juni fordert uns dazu auf, kritisch auf Lebensumstände zu schauen, die unserem Wachstum nicht mehr dienlich sind. Manchmal wagen wir es nicht, uns einzugestehen, dass uns Menschen oder Verhältnisse nicht gut tun.

Wir fürchten uns, Vertrautes zu verlassen und stehen damit selbst im Weg.

  • Was ist bisher im Jahr geschehen?
  • Welche Zwischenbilanz des Jahres kannst Du ziehen?
  • Wie weit bist Du mit der Umsetzung Deiner Vorhaben gekommen?
  • Fließt Deine Kraft in alles, was Dir wichtig ist?
  • Wo ist Fülle in Deinem Leben?
  • Was verbindest Du mit dem Gefühl, 'in Fülle' zu leben?


Sommersonnenwende – (Litha, nach der gleichnamigen Göttin benannt)
In den Tagen um den 21. Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Stand. Zu Mittsommer, auf dem Zenit ihrer Feuerkraft wechselt die Sonne in das Wasserzeichen Krebs. Die Sommersonnenwende ist wie ein Innehalten inmitten der größtmöglichen Schönheit. Mit diesem Jahreskreisfest verändert sich das ungeduldige Drängen des Frühsommers in zufriedene Sattheit. Die Pflanzen wuchern nicht mehr, sondern verwandeln die Fülle der Energie in Früchte, Blüten und andere Genüsse.
Mit der Sommersonnenwende beginnt die Erntezeit.
Das sollte entsprechend gefeiert werden, um die Sonnenkraft zu ehren und damit Geben und Nehmen im Gleichgewicht sind.
Im Mittelpunkt der Mittsommerbräuche steht die Kraft des Feuers. Große Johannisfeuer oder brennende Räder gibt es noch heute in Deutschland oder in den nordischen Ländern.
•    Verbringe eine Nacht im Freien und genieße den Sonnenaufgang am längsten Tag des Jahres.
•    Entzünde mit Freunden ein Sonnenwendfeuer, es ist Zeit, die erste Hälfte des Jahres zu verlassen und Ungelöstes dem Feuer 

      zur Verwandlung zu übergeben.
•    Gib dir am herunter gebrannten Feuer ein Versprechen für die zweite Jahreshälfte, um zu wachsen und in Deiner Kraft zu

     bleiben


Ursprünglich war es der Tag an dem der germanische Lichtgott Baldur, der schönste und freundlichste der Asen von seinem dunklen Bruder Hönur, dem blinden Gott der Zeit getötet wird.

Unter christlichem Einfluss wurde das Fest zum Johannisfest, am 24.6..
Kräuter:
Die Kräuter haben in der Zeit der Sommersonnenwende eine besondere Wirksamkeit, viele Heilkräuter stehen in voller Blüte. Einige heilige Pflanzen waren mit diesem Fest besonders verbunden, Pflanzen, in denen die Menschen besondere Kräfte sahen, Kräfte der Sonne und solche, die das Dunkle bannen konnten:

Johanniskraut, Ringelblume, Baldrian, Eisenkraut, Frauenmantel, Beifuß, Rotklee.

Sie wurden als Gürtelkräuter bezeichnet. Es war auch üblich, sich Gürtel aus diesen Kräutern zu flechten und sie zu Sonnenwendfesten zu tragen.
Der Junivollmond (17.06.) dient dazu Frieden, Liebe und Verständnis in seine Beziehungen zu bringen.


Mai: Zeit der Sinne und der Lebenslust

Wonnemond, Winnemond

(Winnemanouth, Winne – germanisch -die Wiese)

Der Name Mai ist germanisch und bedeutet „jung“, eine Maid ist ein junges Mädchen. Die energetische Qualität des Mai ist freudig und lebendig.
Die Eisheiligen sind die allerletzten Boten des Winters, der sich nun endgültig verabschiedet:
Mamertus 11.Mai / Pankratius 12.Mai/ Servatius 13.Mai/ Bonifatius 14.Mai/ Sophie 15.Mai


Im Mai spiegelt sich die Liebe des Göttlichen zu allem Leben, die Welt leuchtet in allen Farben. Wir können spüren, wieviel Schönheit die Entfaltung des Lebens mit sich bringt.

 

Der Maivollmond (18.5.) ist zutiefst inspirierend, er steht für die Liebe zwischen Mann und Frau und hilft uns, uns wieder für die Liebe zu öffnen.


Mit allen Sinnen wahrnehmen

  • Spazieren wir durch die Natur und sehen, riechen, hören, schmecken und spüren wir das sich wild entfaltende Leben!
  • Genieß Deine Mahlzeiten mit geschlossenen Augen!
  • Wie riecht eigentlich Dein Arbeitsplatz?
  • Sperren wir die Ohren auf für den, der uns wirklich etwas zu sagen hat.
  • Heben wir die Augen vom Smartphone und entdecken die Weite der Landschaft!
  • Tanzen und singen wir und genießen wir uns selbst als einzigartiges Wunderwerk, ohne uns darüber Gedanken zu machen, was andere von uns denken.

Lebenskraft einladen:
Wo lässt Du Dich in Deiner Kraft einschränken?
Wo stockt Deine Lebenskraft? Spüre genau hin, was Dir fehlt.

Wo lebst Du auf Sparflamme, ohne Leidenschaft und Freude?
Lenkst Du Dich ab oder betäubst Du Dich?
Welche Gefühle kommen aus Deinem Herzen?
Wo lebst Du Dein inneres Feuer und Deine Leidenschaft?
Wo lebst Du auf Sparflamme, ohne Leidenschaft und Freude?
Wo hast Du Dir selbst Zäune gebaut, über die Du Dich nicht hinaus wagst? Wo bist Du Zaunreiter/in?
Wie weit bist Du mit der Umsetzung Deiner Pläne und Projekte und wo fehlt noch mehr Tatkraft und Feuer,

um später ernten zu können?


Sinnlichkeit und Lebenslust feiern
Der Mai ist die Zeit der Leidenschaft, der Lust und der Sexualität. Bei unseren Vorfahren, waren Lust und Begehren der irdische Ausdruck der Lebenskraft der Schöpfung. Sexualität verbindet uns mit dem Leben. Gönnen wir uns deshalb im Mai Zeit für unsere Lust, Lust an Bewegung, an der Freude, Lust daran, lebendig zu sein, Lust auf dieser Erde zu sein, Lust am Wachsen und Sein.


Erlauben wir unserer wilden ungezügelten Leidenschaft, ihren Raum in unserem Leben einzunehmen!

Unsere innere wilde Frau weiß um die Antriebskräfte, die wir brauchen, um unser Leben in die Hand zu nehmen.
In den Überlieferungen geht es um die Transformation der jungfräulichen weißen Göttin

zur lustvollen, sinnlich erotischen roten Göttin der Liebe und der Leidenschaft.