Monatsenergie

Im Einklang mit dem Jahreskreis leben

Reifen wie der Baum,

der seine Säfte nicht drängt

und getrost in den Stürmen

des Frühlings steht

ohne die Angst,

dass dahinter kein Sommer

kommen könnte.

                           R.M.Rilke

 

Jeder Monat im Jahr hat eine andere Energie.
Wenn wir das Wissen unserer Vorfahren einbeziehen, können wir gelassener durchs Jahr gehen und bewusst die Kräfte der Natur für die Gestaltung unseres Lebens nutzen. Im Einklang mit dem Rhythmus der Jahreszeiten entsteht im Gespräch, in der Entspannung und in Ritualen Achtsamkeit für uns selbst.

Fast immer am ersten Dienstag im Monat

von 19.00 - 21.30 Uhr
im Familienzentrum Markkleeberg Hauptstraße 56

UKB: 15 Euro/Abend oder als Jahreskurs : 120 € für 12 Abende

 

April: Zeit der Öffnung und des Schutzes

Auch in diesen besonderen Zeiten steht hier ein Monatstext und ich finde, der April kann uns mit seiner Energie durchaus bei unseren momentanen Herausforderungen unterstützen:


Der Name April kommt aus dem Lateinischen. „Aperire“ heißt öffnen und sein Name ist Programm!

Der April öffnet die Knospen und Blüten aber auch die Herzen der Menschen.

Die Bäume zeigen zartes Grün und die Kraft des Neuanfangs hat sich durchgesetzt.
Aber es geht nicht ohne Gegenkräfte. Immer noch gibt es die Gefahr der Nachtfröste und Temperaturschwankungen gehören zum April.
Die energetische Qualität des April ist Öffnung.

Der 1. April war ursprünglich ein Tag der Göttin Venus. Der Aprilscherztag stammt von diesem weiblichen Feiertag ab, an dem man alle Arten von Dummheiten beging, um die Herrschaft der Liebe über die Logik zu feiern.
Trau Dich, stell die Liebe über die Logik!
Manchmal fällt es uns schwer, uns nach Enttäuschungen, Verletzungen, Schmerzen uns trotzdem wieder auf Neues einzulassen. Aber nur wenn wir uns öffnen, kann die Kraft des Lebens durch uns hindurchfließen und uns unterstützen, unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten zu entfalten.
Sich schützen
In unserer Welt der Polaritäten entfaltet jede Kraft auch ihre Gegenkraft. Wer sich öffnet, wird verletzlich.

 

Aber Widerstände und Widrigkeiten gehören zum Wachstum – besonders am Anfang eines Weges.

Gerade hat etwas Neues, eine Idee, ein Ziel erste Formen angenommen, da gibt es Widerstand und die Pläne funktionieren nicht. Die Natur kennt das.

Auch hier erfriert manches, ehe es sich zu ganzer Größe entfalten kann. Die Strategie der Natur lautet: Öffnung auf Raten: Zuerst wagen sich all die Pflanzen vor, die Nachtfröste gut vertragen können, die anderen sprießen sehr vorsichtig und wachsen nur dann, wenn es warm ist.


Öffnung findet in einer Weise statt, die genau die eigenen Grenzen spürt. Sie berücksichtigt die äußeren Bedingungen, die das Tempo des Wachstums vorgeben, ohne sich vom Ziel abbringen zu lassen.
Schütze dich angemessen,
wahre Deine Grenzen,
nimm Unterstützung an.


Alle Kräfte, die uns hindern, bremsen, uns vielleicht bedrohen, haben ihren Sinn und ihren Platz im Leben.

Sie ermutigen uns, geduldig durchzuhalten und uns die Zeit zu nehmen, langsam stark zu werden.


Ostern/ Ostara
Das Fest der germanischen Göttin Ostara wurde vor der Christianisierung zur Tagundnachtgleiche gefeiert. Ostara bringt uns das Licht aus dem Osten.
Os-tara bestehend aus zwei Lautsilben, "Os" für Schoß-Erde-Geburt und "tar" für "zeugen" könnte mit "Erdzeugung" übersetzt werden. Mit ihren Schlüsseln, den Schlüsselblumen öffnet sie dem Frühling das Tor.
Zum Schutz der Feldfrüchte wird Ostara mit Feuerritualen in der Morgendämmerung gefeiert. Auch wir Menschen sind aufgefordert, unser inneres Feuer wieder zu entfachen.
Die Kraft der Ostara hilft uns bei der Verwirklichung unserer Ziele.

Es ist also eine gute Zeit, sich von Altem endgültig zu lösen und etwas Neues anzufangen.

Aprilvollmond: Saatmond, Mond der knospenden Bäume (08.04.)

Walpurgisnacht/ Beltane die Nacht vom 30.4. zum 1.5.:
Fruchtbarkeitsfest, das der Verbindung von männlicher und weiblicher Lust gewidmet war. Heilige Hochzeit, das Symbol dafür war der Maibaum (Himmel und Erde). Bekränze Dich am Walpurgistag mit Gundelrebe und verbinde Dich dadurch mit den Natur und ihren sinnlichen Energien. 


Fragen die Du Dir stellen kannst:
Was verstehe ich unter Fülle?

 

Kann ich die Fülle in meinem Leben wahrnehmen?


März - Zeit des Aufbruchs und der Erneuerung

Frühlingsmond, Lenz (die Tage werden länger), Lenzing
Der Name März leitet sich von Martius, Mars, dem römischen Kriegsgott ab, denn er war in friedlichen Zeiten der Gott der Frühlingsvegetation, außerdem besiegt der Frühling den Winter.

Gelb als Farbe in der Natur, erfreut die Sinne und die Seele und stimmt uns fröhlich.
Besondere Tage:

1.März meteorologischer Frühlingsbeginn und
Matronalientag (röm.) es wurden Frauen und deren Macht gefeiert, man zündete Tempelfeuer an und begrüßte das neue Wachstum auf der Erde

8.März Internationaler Frauentag

                                                                                                       21.März Frühlings-Tagundnachtgleiche
Die Sonne scheint jetzt jeden Tag 3 Minuten länger. Am 21.3. sind Tag und Nacht gleich lang, jeweils 12 Stunden.

Von nun an wird das Licht die Dunkelheit verdrängen. Das helle Halbjahr beginnt.
Anfang und Ende des Monats bringen aber häufig noch eine Kältewelle übers Land.
Als Brücke zwischen Winter und Frühling bringt der März einen Umschwung zu Neuem, das lange im Dunkeln gewartet hat, um sich herauszutrauen ins Unbekannte, Ungewisse, aber Notwendige. Besonders spüren wir diese Energie zum Zeitpunkt der Tag-und Nachtgleiche.
Das Neue begrüßen – den ersten Schritt tun!
Wir werden nun aufgefordert, ernst zu machen mit unseren Plänen. Was wir uns wirklich wünschen, darf jetzt Gestalt annehmen. Welche Projekte, welche „Pflanzen“ sollen in diesem Jahr wachsen? Einjährige Veränderungen sind genauso willkommen wie langfristige Projekte.
Im März heißt es, Mut zu sammeln und sich auf den Weg zu machen und jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Zuerst wird entschieden, welche der vielen Ideen umgesetzt werden und  was dazu notwendig ist.


Fragen, die Du Dir stellen kannst:
Welche Saat will ich in diesem Jahr zum Keimen bringen?
Kenne ich mein Ziel überhaupt?
Was kann ich konkret tun, um meinen Zielen, Ideen und Vorhaben näher zu kommen?
Wie fühlt es sich an, wenn ich mein Vorhaben umgesetzt habe?
Was heißt es für mich und mein Leben „im Gleichgewicht“ zu sein?

 

Die Dunkelheit verabschieden
Am 21. März endet das dunkle Halbjahr, das mit der Herbst-Tagundnachtgleiche begann. An  diesem Tag fließen die Gegensätze harmonisch ineinander, wir können Abschied nehmen von der Zeit der Dunkelheit, indem wir liebevoll Rückschau halten, was sie uns in den vergangenen 6 Monaten gelehrt hat in Sachen Geduld, Ruhe und Innerlichkeit. Wir wenden uns der lichten Zeit zu, der Zeit des Handelns, des Kämpfens und Liebens, des Gestaltens und des äußeren Wachstums. Mit der neuen Wachstumsperiode begann für die Menschen, die mit der Natur lebten, die intensive Phase der Arbeit. Sowohl in christlicher als auch in vorchristlicher Zeit wurde der Segen für die Felder in „Flurumgängen“ erbeten. Ziel war es, Mutter Erde zu wecken und zu ehren.    
Als Erda, Berta, Hertha, Erke oder Gerda wurde sie im deutschsprachigen Raum bezeichnet. Man stellte sich die Göttin der Erde im Frühling als junge Frau vor, die aus den Tiefen der Erde zu den Menschen kam und in strahlender Schönheit das Land durchquerte, um Fruchtbarkeit und Lebenslust für Pflanzen, Menschen und Tiere zu schenken. Da Fruchtbarkeit häufig mit Wasser in Verbindung gebracht wurde, sah man diese Göttin als verbunden mit Meer, Flüssen, Bächen oder Seen an.   
Ostara, auch Eostre und Aurora genannt ist die germanische Frühlingsgöttin, die Göttin des Wachstums, der Auferstehung, der Fruchtbarkeit und der im Osten aufgehenden Sonne (der Morgenröte). Sie bringt Leichtigkeit und Freude. Ihr Tier ist der Hase, ihre Symbole sind der Mond und das Ei. Zum Schutz der Feldfrüchte wurde Ostara mit Feuerritualen in der Morgendämmerung gefeiert.
Der Märzvollmond am 09.03. weckt uns aus den Träumen und ruft uns zur Tat. Mit seiner Unterstützung können wir Dinge mit Kraft aufladen.


Bärlauch: Der Name des Bärlauchs stammt möglicherweise noch von unseren germanischen Vorfahren. Der Bär galt den Germanen als ein fruchtbarkeitsfördernder Vegetationsdämon, der symbolisch für das kraftvolle Wesen stand, dass den Winter brechen konnte und neue Fruchtbarkeit bescherte. Er war der Frühlingsbringer, das Fruchtbarkeitstier, das sich sogar in dem Wort „gebären“ verewigt hat.
Wir kennen noch andere Pflanzen mit der Silbe „Bär“ Bärlapp, Bärenklau, Bärwurz… Das sind alles Pflanzen des Bären, die die starke Kraft der Reinigung und Erneuerung haben, das Verhärtete brechen und den Körper erwärmen. Der Bärlauch gehört zu den Liliengewächsen, was man an seiner wunderschönen Blüte erkennen kann. Er ist ein Vertreter der Lauchfamilie, was am Geruch wahrzunehmen ist. 


Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch“        

Kräuter-Pfarrer Künzle


Februar - Zeit der Reinigung und inneren Planung

Der Februar ist der Monat des wiederkehrenden Lichtes. Ende Februar ist der Tag 2,5 Stunden länger als zu Beginn des Jahres.

Der Name Februar geht auf „februare“ zurück, das „reinigen“ bedeutet.
Alte Namen waren Liebesmond, Hornung, Narrenmond oder Taumond. Römer feierten zu Ehren der Göttin Juno Februata ein Reinigungsfest, das oft in einer Orgie endete.
Die griechische Göttin Hygieia, Göttin der Gesundheit und der Hygiene wurde am 26.2. geehrt.
Valentinstag 14.2.: Bischof von Terni, traute Verliebte, die nicht hätten heiraten dürfen. Ursprüng-lich war der Februar ein Weibermonat, Frauen, ihre Besonderheit und Fruchtbarkeit standen im Mittelpunkt des Lebens.

 

16 der 28 Tage haben weibliche Vornamen im Katholischen Kalender: Brigitte, Maria, Anna, Veronika, Agathe, Dorothea, Katharina, Juliana, Margarethe, Eulalia… 

 

Irland kennt am 1.Februar einen Feiertag, der Weiberfest heißt. Hausfrauen feiern sich selbst mit köstlichen Speisen, die sie gemeinsam zubereiten und essen.

 

 

Menschen, deren Geburtstag zwischen dem 23. Januar und dem 13. Februar liegt, sind im keltischen Zeichen der Feuergöttin Brigid geboren. Das Fest der Brigid hieß früher Imbolc und wurde in späteren Zeiten christianisiert und zu Lichtmess umbenannt. Brigid galt als Schutzpatronin der schönen Künste und Göttin der Inspiration, und Menschen, die im Zeichen von Imbolc geboren sind, besitzen ebenfalls eine besonders ausgeprägte innere Schönheit, die wie das Schneeglöckchen, die heilige Pflanze der Brigid, im Weiß des Winters erblüht.
1.2. /2.2./ Imbolc / Brigid /Maria Lichtmess
Imbolc in der Nacht vom 1.2. zum 2.2. markierte bei den Kelten den Frühlingsbeginn. Auch im Christlichen Glauben, wo dieses Fest zu Maria Lichtmess wurde, ist mit diesem Fest Weihnachten 40 Tage vorüber und damit beendet. Früher endeten/ begannen zu Lichtmess die Anstellungsverhältnisse und dadurch war es ein wichtiger Orakeltag.

Es ist das Fest der zunehmenden Mondsichel im Jahreskreis.


Imbolc bedeutet so viel wie „im Bauch“ – das Leben im Schoß der Mutter Erde beginnt sich zu regen. Es ist ein Fest, wo wir uns erinnern sollen an das noch ganz Ungebrochene, das durch und durch Lebendige, die wilde Energie des Frühlings, die es schafft, alles wieder zum Leben zu erwecken. Sich erinnern, wie es sich anfühlt, Kind oder Jugendlicher zu sein. Alleine Kinder anzuschauen, wie sie vor Lebendigkeit sprühen, lebendig bis zum Anschlag, ist Heilung.

Brigid, die Strahlende, mächtigste und beliebteste Göttin der Kelten steht für diese Zeit:
Sie lässt mit ihrer Feuerkraft den Schnee schmelzen und bringt Segen für das Jahr. Der Kessel der Verwandlung, der Inspiration, der Neues hervorbringt, ist ihr Symbol.
Die Göttin kannte die Kraft aller heilenden Pflanzen und gab dieses Wissen ihren 19 Priesterinnen weiter. Ihr zu Ehren wurden am Imbolcabend Kerzen ins Fenster gestellt, die die ganze Nacht brannten. Üblich ist auch das Ritual der Kerzenweihe.
Ein Leitspruch der Brigid:     Steh zu dem, was Dir wichtig ist!
Ihre Botschaft:  Werde Dir zuerst über Deine Absichten klar.
Wenn Du unklar bist, wird die Verwirrung Deine Kraft schwächen.


Was ist mir wirklich wichtig? Was soll wachsen? Wohin will ich meine Kraft richten?


Brigid, die weiße Göttin, die alle Gewässer in Bewegung versetzt, die Säfte in den Bäumen anregt und die Pflanzen wieder zum Sprießen bringt, die bewegt natürlich auch die Lebenssäfte im Menschen. Sie inspirierte nicht nur die Dichter und Sänger, sondern sie regte auch den hormonellen Rausch der Verliebten an. Von der Kirche noch nie gerne gesehen und als "unflätige Feste" sogar strengstens verboten. Deshalb wurde aus diesen spätwinterlichen ausgelassenen und natürlich immer erotisch-exzessiven Festen die "Fastenzeit". Doch die Wortnähe hat gar nichts miteinander zu tun. Fas-Nacht hat nichts mit Fasten zu tun, im Gegenteil!
Das Wort kam von dem Brauch des "FASELNS". Es ist ein mittelhochdeutsches Wort: "vaselen"  -  fruchten, gedeihen.
Und dieser Brauch des Faselns war eine - wie könnte es auch anders sein -

AUSCHWEIFENDE FRUCHTBARKEITSORGIE!

Eine Berührung mit dem schöpferischen Chaos. Es gab viel lärmendes Treiben, Umzüge, Fressen, Saufen... Auch hier wieder der lärmende Umzug, um die Felder und Pflanzen aufzuwecken. Und dann natürlich die Maskenumzüge, um die alten Dämonen, Krankhei-ten und sonstige Unholde zu vertreiben. Vieles davon hat sich bis heute gehalten.
Früher waren unzählige Formen der Reinigungszeremonie gebräuchlich, wie Feuerlauf, Fasten, Lärmen, Schweigen, Einkehr. Mensch und Vieh wurden mit Reisigbüscheln aus Haselnuss-, Weiden- und Birkenzweigen abgestrichen.
Die Natur unterstützt uns beim Hausputz, beim Entrümpeln und beim Entschlacken.

Es gilt Altes loszulassen und auf diese Weise Platz für Neues zu schaffen.
•    Wie reinige ich meinen Körper, die Wohnung, meine Gedanken?
•    Wie gebe ich dem neugierigen Kind in mir einen Platz?
•    Worauf will ich (eine zeitlang) verzichten?
•    Was gibt mir Kraft und Energie fürs neue Jahr?


Energetische Wohnungsreinigung:
1.     Runde: Lärmen, mit Rasseln, Topfdeckeln und Stimme…
2.    Runde: frische Düfte in das Reinigungswasser tun, Bergamotte, Rosmarin, Lavendel
3.    Runde: Dank an alle Kräfte, die mich/ uns schützen und behüten

Februarvollmond 09.02.: Sein Licht erweckt die Lebenssäfte.

Die Birke - Der Baum des Februar, des neu erstrahlenden Lichtes.
Mit ihrer weißen Rinde wurde die Birke im Norden Europas und bei den Kelten als heiliger Baum der Freya, der Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit verehrt. Die Birke verbindet uns mit Jugendlichkeit, denn jung ist sie am schönsten. Sie ist Symbol des Frühlings und des Frohsinns. Unsere Vorfahren verehrten sie. Birkenblättertee oder Birkensaft helfen uns beim Entschlacken und reinigen unseren Körper.
Birkenblättertee kann Verunreinigungen und Wasseransammlungen aus dem Körper schwemmen. Auch Hautprobleme bessern sich. In einem Tee aus frischen Birkenblättern steckt Frühlingskraft.
Für ein Bad in einem Sud aus Birkenblättern: Einen kleinen Eimer mit frischen Birkenblättern zu Hälfte füllen und mit 5 l Wasser übergießen und 8 Stunden stehen lassen. Dann den Ansatz aufkochen und durch ein Sieb ins Badewasser schütten.

(nach U. Stumpf)


Januar - Monat des Neuanfangs - Geduld haben

Benannt nach Janus (lat. Pforte, Schwelle), dem römischen Gott der Türen und Übergänge aller Art. Janus hatte zwei Gesichter, eines blickt nach hinten und innen auf das Alte, das andere sieht, was außen geschieht, im Neuen.
Der Januar ist eine Zeit zum Innehalten, wir werden auf die Qualität des neuen Jahres eingestimmt.

Nimm Dir im Januar Zeit, um nach innen zu lauschen.
In der Natur erfolgt die Erneuerung im Inneren, in der Erde. Erst wenn die Erneuerung im Inneren stattgefunden hat, kann sie auch langsam nach außen treten und sich manifestieren.
Es gilt also den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, bevor man handelnd in sein Leben eingreift.

 

 

Dazu braucht es etwas Mut, denn wir verabschieden uns von der Vorstellung, alles im Griff zu haben, verbinden uns stattdessen mit dem ewigen Kreislauf von         Werden-Sein-Vergehen


Nimm dir zu Beginn des Jahres etwas Zeit und segne das neue Jahr in dem du dir vorstellst, wie goldenes Licht über dein Scheitelchakra in Dein Herz und von dort in deine Hände fließt. Nun sieh vor deinem inneren Auge das neue Jahresrad mit den 12 Monaten und sende das goldene Licht in jeden Monat des neuen Jahres. Stell dir vor, dass du den Segen voraussendest.

Achte dabei auf deine Empfindungen und deinen Energiefluss.


Fragen, die Du Dir stellen kannst, um den Themen des neuen Jahres zu begegnen:


Wie will ich leben im neuen Jahr?
Was ist mir das Wichtigste in meinem Leben?
Wofür setze ich meine Lebensenergie im neuen Jahr ein?
Gibt es ein Wort, das mich 2020 leiten oder inspirieren kann?

5./6. Januar     Die Dreikönigsnacht, Nacht der Wunder und des Segens


Ursprünglich wurde in früherer Zeit die Göttin in ihrer dreifaltigen Gestalt als Jungfrau,  fruchtbare Frau und Greisin gefeiert. Weihnacht war ein Mutterfest und in den Rauhnächten wurde das neugeborene Lichtkind gesegnet und gehütet und kehrt in vielen europäischen und nahöstlichen Mythen wieder.
Die Percht und Frau Holle sind aus dieser Zeit nicht wegzudenken und um sie zu ehren, wurden Speisen auf das Dach oder in den Hof gestellt. Man glaubte an die 3 Schicksalsspinnerinnen, die Nornen (Urd, Verdandi und Skuld) die an den unterirdischen Quellen sitzen und den Lebensfaden der Menschen spinnen, bemessen und schneiden. Das Schicksal spinnt sich aus den vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Taten. Im Glauben der Menschen waren die Schicksalsfrauen auch bekannt als die Disen oder Idisen, denen regelmäßig Opfer gebracht wurden.
In den Rauhnächten war es möglich, Einblick in das eigene Lebensgeflecht zu nehmen.
Die Rauhnächte dienten zur Fruchtbarmachung und Strukturierung des neuen Jahres.

Man vermutet, dass der Umzug der heiligen Drei Könige ursprünglich den drei Bethen, (die im Spätmittelalter in Teilen Deutschlands, der Schweiz und Österreichs verehrt wurden):
Wilbeth-Wiedergeburt,

Ambeth- Fruchtbarkeit und Weisheit und

Borbeth für Geborgenheit und Heilung auf der Erde gewidmet war.
C+M+B könnte auch die drei heiligen Frauen Catharina, Margarethe und Barbara meinen.
Man erhielt den Segen für den weiteren Lebensweg von Mutter Erde.

Räuchere Deine Wohnung oder Dein Haus mit folgendem Spruch am 6.1.:

Möge Catharina mich begleiten
und Margarete mich geleiten,
Barbara schütze dieses Haus und alle die dort gehen ein und aus.

Bitte die alten Energien hinaus, lade die neuen Kräfte in dein Zuhause ein und segne jeden Raum mit guten Wünschen.


Januarvollmond 10.01.:

Er steht für die Innenschau. Lasse alles, was Schatten auf Dein Leben wirft, vorbeiziehen, damit Licht und Segen auf das neue Jahr fallen können.