Monatsenergie

Im Einklang mit dem Jahreskreis leben

Reifen wie der Baum,

der seine Säfte nicht drängt

und getrost in den Stürmen

des Frühlings steht

ohne die Angst,

dass dahinter kein Sommer

kommen könnte.

                           R.M.Rilke

 

Jeder Monat im Jahr hat eine andere Energie.
Wenn wir das Wissen unserer Vorfahren einbeziehen, können wir gelassener durchs Jahr gehen und bewusst die Kräfte der Natur für die Gestaltung unseres Lebens nutzen. Im Einklang mit dem Rhythmus der Jahreszeiten entsteht im Gespräch, in der Entspannung und in Ritualen Achtsamkeit für uns selbst.

Fast immer am ersten Dienstag im Monat

von 19.00 - 21.00 Uhr
im Familienzentrum Markkleeberg Hauptstraße 56

UKB: 15 Euro/Abend oder als Jahreskurs : 120 € für 12 Abende

 

November: Zeit der Stille, der Leere und des Besinnens auf unsere Wurzeln

Nebelmond, Nebelung oder Windmonat
November leitet sich von novem, dem neunten Monat nach römischer Rechnung ab.
1.11. Allerheiligen
2.11. Allerseelen
11.11. Martinstag
16.11. Nacht der Hekate (griech.)
Mittwoch vor dem 23.11. Buß- und Bettag
Letzter Sonntag vor dem 1. Advent: Totensonntag

 

Der November mit den Themen Tod und Sterben lädt uns ein zur Einkehr, zur Innenschau, zu Gedanken an Verstorbene.

Im November erreicht die Zeit des Loslassens ihren Höhepunkt.
Der Sommer ist vorbei, die Ernte längst eingebracht und das Leben im Außen verliert mehr und mehr an Bedeutung. Es ist eine düstere Zeit. Die Tage werden immer kürzer, die vielfältigen Herbstfarben und das pralle Leben verblassen allmählich. Die Themen Sterben und Tod treten in den Vordergrund und sind, wie zu kaum einer anderen Jahreszeit, sichtbar, greifbar und spürbar. Es ist Zeit, uns in die warme Stube zurückzuziehen und nach innen zu schauen.


Das vergangene Jahr wird rückblickend betrachtet - Altes darf losgelassen werden und zugleich darf der Same, der im kommenden Jahr aufgehen soll, und zur Wintersonnenwende geboren wird, gesät werden.
Wir schöpfen unsere Kraft aus der Stille und aus der Besinnung an die eigenen Wurzeln, indem wir unseren Ahnen gedenken, mit ihnen sprechen, sie um Rat fragen und auch ihren Segen und Schutz fürs kommende Jahr erbitten.

 

Der Schleier zu den Anderswelten ist jetzt so dünn, dass wir besonders leicht Kontakt zu Wesen aus der Anderswelt aufnehmen können. Wenn sich die Nebel heben, finden wir Menschen die Eingänge zu den Welten der Elfen und Feen. Früher war die Zeit nach Samhain, dem Dunkelheitsfest diejenige, in der die Leute vorwiegend im Haus blieben. Es ist eine stille, tote und kalte Zeit. Die Natur stirbt langsam ab, Mutter Erde zieht sich zurück und begibt sich für einige Zeit zur Ruhe. Das Mysterium des ewigen Kreislaufes wird sichtbar.

Werden – Sein – Vergehen

Wir müssen jedes Mal wieder lernen, Lebendiges gehen zu lassen und den Tod als Teil des Naturzyklus zu begreifen. Diese Zeit lehrt uns, unsere eigene Sterblichkeit nicht zu vergessen und uns dem Prozess des Alterns zu stellen, ohne ihn zu beschönigen.
Diese Energie des Novembers unterstützt uns dabei, unserer Ahnen zu gedenken. Jeder Mensch trägt seine Ahnen in gewisser Weise in sich. Die Gene bestimmen nicht nur über die Form unseres Körpers, sondern sie legen auch fest, mit welchen Begabungen und Schwächen wir unser Leben beginnen. Positive Seiten anzunehmen, fällt nicht schwer, aber auch die negativen sollten wir akzeptieren. Eigenschaften, die wir schon bei unseren Eltern nicht ausstehen konnten und trotzdem manchmal auch an uns wahrnehmen.
Themen, die damit verbunden sind
•    Die eigene Herkunft wertschätzen
•    Das Leben als ewigen Kreislauf wahrnehmen – ohne Tod gibt es auch kein Leben
•    Rückzug allen Lebens auf der Erde - Rückzug von uns Menschen in unsere inneren Welten
•    Sich den innersten, tiefsten und dunkelsten Gefühlen stellen
•    Das alte Jahr beenden – den Samen fürs neue Jahr säen

 

Fragen, die Du Dir im November stellen kannst:


•    Welche Qualitäten, die ich mehr annehmen möchte, sehe ich in meiner männlichen und weiblichen Ahnenlinie?


•    Brauche ich noch Heilung und Aussöhnung in Bezug auf meine Ahnen?


•    Wofür möchte ich mich bei meinen Ahnen bedanken?

 

Die Ahnen ehren
Schaffe Dir einen schönen Ort, wo Du Deine Ahnen ehren kannst, zünde Kerzen für sie an, räuchere und verbinde Dich mit Ihnen:
„Ihr Ahnen, die ihr vor mir kamt und meinen Weg geebnet habt, ich erbitte Euren Segen für meinen Weg und den Weg der Nachfahren. Offenbart mir Eure Talente, Kräfte und Fähigkeiten, auf dass ich sie im Guten anwende und zum Segen für alle und alles entfalte.“

Novembervollmond am 12.11.: mystisch – Er bringt die Schatten nach oben, damit sie durch unsere Vergebung Erlösung erfahren können. Er hilft uns, aus inneren Tiefen in die eigene Mitte und in eine neue Stabilität zu finden.


Oktober: Zeit des Loslassens und des Abschiedes

Achter Monat nach dem altrömischen Kalender
Gilbhart – von vergilbtem Laub,
Weinmond oder Reifmond, wegen der ersten Nachtfröste,
Schlachtemond oder Sterbemond –

weil es früher durch kaltes und feuchtes Wetter eine Häufung der Sterbefälle gab.
2.Oktober - Schutzengelfest
16. Oktober - Hl. Gallus, war früher ein Lostag von vielen Geboten und Verboten bestimmt, für die Bauern der Winterbeginn,
21. Oktober – Festtag der hl. Ursula
31. Oktober – Reformationstag,
Nacht vom 31.10. – 1.11.    Halloween, Samhain, Allerheiligen

 

 

Die energetische Qualität des Oktobers ist der allmähliche Abschied von der nach außen gerichteten Energie.
Der Oktober ist der Monat des fallenden Laubes und die ersten Vorboten des Winters sind nicht mehr zu übersehen. Die Kräfte des Wachstums ziehen sich zurück, von außen nach Ihnen durch den Stamm, in die Wurzeln und hinein in die Erde. Die strahlende Farbenpracht, mit der sich die Natur verabschiedet, zeigt uns, dass auch im Reifen, Loslassen und im Abschied eine große Schönheit verborgen ist


Und während sich die Natur verabschiedet, bietet sich ein Rückblick für uns an:
•    Wieviel konntest Du von dem umsetzen, was dir wichtig war?
•    Hast Du dich ernst genug genommen und genug geliebt, um nach deinen eigenen Regeln und Träumen zu leben?

Der goldene Oktober lehrt uns die Fähigkeit der Unterscheidung in Brauchbares und Unbrauchbares:
•    Wer oder was hat dich auf deinem Weg unterstützt, hat dich genährt und hat dir gut getan?

     

Dies ist die Saat des neuen Jahres!


•    Wer oder was hat dich behindert, hat dich gebremst, hat dir Kraft geraubt und dich geschwächt?

Entscheide, was du wirklich brauchst, setze klare Grenzen und lasse alles andere beherzt los!

 

Übernimm Verantwortung für Deine Energie!

Übernimm Verantwortung für Dich und Dein Handeln auf unserer Mutter Erde!

In früheren Zeiten waren Opfer selbstverständlich – etwas Loszulassen, herzugeben, um im wörtlichen Sinne unbeschwert zu sein!

Wertvolles wurde den göttlichen Kräften zurückgegeben als Dank für deren Unterstützung.
Was bin ich bereit zu opfern, loszulassen, herzugeben als Zeichen des Dankes? Wie sieht mein Beitrag aus?
Alles, was wir loslassen, kann uns in verwandelter Form wieder zufließen im Kreislauf der Kräfte!

Samhain- Halloween (all hallows eve)- Allerheiligen:
Keltisches Neujahrsfest in der Nacht vom 31.10. zum 1.11.
Fest des dunklen Mondes genau zwischen Herbst-Tag-und Nachtgleiche und Wintersonnenwende.
Die Druiden legten zu dieser Zeit den Grundstock für ein neues Jahr, indem sie den "Samen für den Hain, der einmal ein Wald werden soll" setzten. Die Nacht zum ersten November symbolisierte den Übergang vom alten ins neue Jahr. Früher wurde dieses Fest wahrscheinlich in der November Neumondnacht gefeiert. Nur durch den Tod kann neues Leben entstehen – und so steht gerade das Fest Samhain für den ewigen Kreislauf des Lebens.
Es ist ein guter Zeitpunkt, um an die eigene Sterblichkeit zu denken, denn unsere Vorfahren wussten, dass in dieser Nacht die Schleier zwischen den Welten der Lebenden und der Toten besonders dünn sind. Gedenke an diesem Tag auch deinen Großmüttern und Großvätern, sie stehen für das Jahr, das nun auch alt und grau ist. Wenn sie noch leben, schick ihnen Karten, lade sie zum Essen ein. Versuche, dich mit Deiner Vergangenheit auszusöhnen.
Wir schöpfen unsere Kraft aus der Stille und aus der Besinnung der eigenen Wurzeln, indem wir unseren Ahnen gedenken, mit ihnen sprechen, sie um Rat fragen und auch ihren Segen und Schutz fürs kommende Jahr erbitten.

Begrüßung der dunklen Jahreshälfte:
Nimm dir bewusst an einem Abend Zeit und verabschiede die helle Jahreshälfte, die Zeit der Aktivität, des Lichtes und des Draußen-Seins und begrüße all die Dinge, die schön an der dunklen Jahreshälfte sind: Bücher lesen, sich drinnen gemütlich einkuscheln, Kerzenlicht, Tee trinken…
Für jede Begrüßung zündest Du ein Teelicht an, bis es ganz hell um dich ist und beendest dein kleines Ritual mit der Bitte um einen guten Winter.

Oktobervollmond am 13.10.:
Zentriere dich, und richte dich aktiv neu aus. Entrümple, reinige, ordne und bereite dich bewusst auf die kommende Jahreszeit vor.


September: Zeit des Ausgleiches und des Dankes

Scheiding, Obstmond oder Herbstmond,
September leitet sich von septimus, dem siebten Monat nach römischer Rechnung ab. Scheiding heißt er, weil er die Trennung vom Sommer vollzieht
8.9. Geburt der Heiligen Jungfrau Maria – Tag kündigt den Herbst an!
22.9. (meist) Herbst-Tagundnachtgleiche, in Mitteleuropa wurde ein dreitägiges Fest gefeiert/ kelt. Mabon
29.9. Michaelistag
Bauernspruch:
Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.

 

 


Die energetische Qualität des Septembers ist vom Gleichgewicht der Kräfte bestimmt
Wieder einmal stehen die Kräfte von Licht und Dunkelheit im Ausgleich, es ist die Zeit des Übergangs in die dunkle Jahreshälfte.
Ausgleich ist das Grundprinzip des komplexen Systems der Natur. Es ist geprägt vom ständigen Kommen und Gehen, Werden und Vergehen, Geben und Nehmen. Der Ausgleich der Energien ist der Zustand der Balance und der Harmonie, das Gleichgewicht.
Die Balance der Energien ist wie ein Fluss, ständig fließt Wasser davon und in gleichem Maße fließt es wieder nach, der Fluss selbst ist im dynamischen Gleichgewicht.

Der September ist eine gute Zeit, um sich mit dem Gleichgewicht der Kräfte im eigenen Leben zu befassen.
-    Was lässt mich lächeln, wenn ich an die vergangenen Monate denke?
-    Wofür kann ich von Herzen dankbar sein?
-    Sind Geben und Nehmen in meinem Leben gut verteilt?
-    Welche seelischen Samen habe ich gesät? Welche sind herangereift, welche liegen noch unberührt im Erdreich?
-    Welche Herausforderungen habe ich gemeistert?
-    Bei welchen Menschen und Themen in meinem Leben fühle ich mich in einem guten Gleichgewichtszustand?

-    Wo bin ich ganz in meiner Mitte?


Ungleichgewicht zieht Krankheiten nach sich.

Das Prinzip des Ausgleichs hatte für unsere germanischen Vorfahren eine grundlegende Bedeutung. War ein Mensch, eine Familie ein Clan im Gleichgewicht, so war Wachstum und gutes Gedeihen aller Menschen, Tiere und Pflanzen möglich. Man befand sich im Zustand des „Heils“. Wurde gegen das Gleichgewicht in der Gemeinschaft oder in der Natur verstoßen, so folgte daraus „Un-Heil“.


Herbst-Tagundnachtgleiche ( Mabon):
Es ist ein Fest der Fülle, der Farben und der Fröhlichkeit. Musik und Tanz gehören ebenso dazu, wie das Lachen der Kinder und ein wunderbares Festmahl. Auch das Teilen gehört zum Erntedank. Dann zieht sich der einst jugendliche Vegetationsgott (kelt. Mabon/ griech. Persephone) in die Anderswelt zurück.
Neben der Herbst-Tagundnachtgleiche war der 29. September ein wichtiger Tag, ursprünglich der Thing-Tag der Germanen. Passend zur Jahreszeit wurde Recht gesprochen und bestehende Konflikte wurden gelöst. Mit dem Opfer für die Götter bedankte man sich und bestärkte so die Verbindung zur Anderswelt. Ursprünglich wurde wegen der Opferfeste der September als heiliger Monat gefeiert. Karl der Große verlegte dann den heiligen Monat auf den Dezember, die Geburtsfeier Christi. Aber trotzdem galt auch in christlicher Zeit der 29.09. als magisch und wurde den drei Erzengeln Michael, Gabriel und Rafael geweiht.
Am Abend vor dem 29.9. wurden die ersten Kerzen angezündet, das Lichtarbeiten begann.


Dankbarkeitsritual
Richte Deine Aufmerksamkeit auf Dinge, für die Du dankbar bist. Notiere Dir an 21 hintereinander folgenden Tagen alles in Dein Tagebuch, wofür Du dankbar bist an dem jeweiligen Tag.


Die Pflanzenwelt im September:
Trotz der Trockenheit finden wir Brennnesselsamen in großer Menge. Sie sind besonders reich an essentiellen Fettsäuren und wurden zur Steigerung der Vitalkräfte, als Aphrodisiakum und als Potenzmittel verzehrt. Sie werden im Spätsommer (Juli – September) gesammelt.

 

Powermüsli-Bananenkeks mit Brennnesselsamen (etwa 60 Stck)

3 sehr reife Bananen
1/3 Tasse Rapsöl
2 Tassen Getreideflocken
11/2 Tassen Trockenfrüchte zerkleinert
1 Msp. Salz
1 ½ Tasse gehackte Mandeln
1/3  Tasse Brennnesselsamen
Bananen mit Gabel zerdrücken und mit Öl zu einer glatten Masse rühren, restliche Zutaten nach und nach unterrühren. Mit zwei Teelöffeln Teighäufchen auf ein Backblech setzen und bei Umluft 175 Grad °C ca. 20 bis 25 Min. backen. Kühl aufbewahren, innerhalb von zwei Wochen aufessen.


Septembervollmond 14.9.: Verbindet uns mit unserer geistigen Heimat. Engel verstärken die Intuition und die innere Führung.


August - Zeit der Ernte und der Verantwortung

Aranmanoth, Ernting, Sichelmond oder Erntemond, benannt ist der August nach Juno Augusta (Augurare: sehen, prophezeien). Für die Römer war der römische Kaiser Oktavian, der sich den Beinamen Augustus gab, ein Mensch, der zu Beginn seiner Amtszeit noch die große Muttergöttin verehrte.
Früher hatte der August nur 30 Tage, um mit dem Juli (Julius Cäsar) ebenbürtig zu sein, fügte Augustus seinem Monat einen Tag vom Februar hinzu.
Am 1. oder 2. August ist Lammas oder Lughnasadh (keltisch)
15. August ist Maria Himmelfahrt,
24.8. Bartholomäustag, die Störche fliegen nach Süden
Die energetische Qualität des August ist Reife und Vollendung.
Alle Kraft der Pflanze fließt nun in die Teile, die übrig bleiben werden, wenn sie selbst den Weg zurück zu ihrem Ursprung gegangen ist.
Geh an einem Augusttag hinaus und nimm die Fülle der Erde wahr, die dich umgibt.

Es ist genug für alle da und noch viel mehr. Neben dem materiellen Reichtum gibt es noch mehr:
Freundschaft, Lächeln, Fröhlichkeit, Spaß und Liebe gehören ebenso zur Fülle wie Tränen, Zweifel und Ärger.

 

Süße wie bittere Früchte hängen alle an einem Baum.

Die Energie des August bestärkt uns darin, Bestehendes zur Reife zu bringen und uns mit dem zu befassen, was wir als Früchte in die Welt weitergeben wollen.
Es ist Zeit einen bewussten Schnitt zu setzen, wenn wir jetzt nicht ernten, verlieren wir alles.
-    Was ist es wert, zur Reife und zur Vollendung gebracht zu werden?
-    Was sollte beendet werden, weil es sich nicht lohnt oder gar schadet?
-    Was wir in die Welt hinausschicken kommt irgendwann zu uns zurück, nehmen wir also unsere Verantwortung für das, was ist, an.
Lammas  oder Lughnasad
Bei den Kelten hieß der August Lugdunum und ein wichtiges Fest wurde am 1. oder 2. August als Schnitterinnen-Fest von unseren AhnInnen als Fest des ersten Getreideschnittes und des daraus gebackenen Brotes gefeiert – irisch/keltisch „Lammas“ oder „Lughnasad“. Wir ehren die Kraft des üppigen Wachstums und danken der Mutter Erde für ihre Gaben.
Es ist das Fest der abnehmenden Mondsichel und steht im Jahreskreis Lichtmess gegenüber.
Frauen, die nicht mehr menstruierten wurden zu Lammas aus dem Kreis der fruchtbaren Frauen entlassen.
Das Schnitterinnenfest ist die Zeit der klaren Ausrichtung und Entscheidung, Veränderungen zuzulassen. Du wirst jetzt bestmöglich unterstützt wenn es Entscheidungen gibt, die Du schon lange hinausgeschoben hast. Schneide Hindernisse weg!
Es ist ein Fest, dass den Kreislauf des Lebens auf ganz besondere Weise symbolisiert, da die Ernte natürlich auch den Tod der Pflanzen bedeutet. Es ist ein ewiger Kreislauf von Säen, Wachsen, Blühen, Früchte tragen, Ernten und Absterben.
Im Germanischen war eine Göttin für das Getreide zuständig, die Sif, deren weizenblondes Haar in einer Geschichte abgeschnitten und von den Zwergen durch Haare aus purem Gold ersetzt wurde. Getreide, das Haar der Erdmutter war wertvoll wie Gold. Eine Garbe der Ernte wurde der Kornmutter als Zeichen der Dankbarkeit geweiht, manchmal verblieb diese Garbe auf dem Feld oder bekam im Haus einen besonderen Ort.
Frauendreißiger/ Kräuterkraft im August:
Um den 15. August (Maria Himmelfahrt, früher Fest der Göttin Artemis) entfalten viele Kräuter ihre besonderen magischen Kräfte. Maria als Nachfolgerin der großen Göttin steht nach der Christianisierung im Mittelpunkt zahlreicher Bräuche. Wer einen eigenen Heilstrauß pflücken möchte, verwendet 9 Kräuter aus folgendem Sortiment, die Mitte bildet nach Möglichkeit eine Königskerze:
Alant, Arnika, Baldrian, Beifuß, Eisenkraut, Frauenmantel, Goldrute, Holunderblätter, Huflattich, Immergrün, Johanniskraut, Kamille, Klee, Königskerze, Liebstöckel, Odermennig, Pfefferminze, Rainfarn, Raute, Schafgarbe, Thymian, Wacholder, Wegwarte, Wermut, Wiesenknopf.
Pflanzenverbündete finden:
Schließe Deine Augen, bitte Deine Pflanzenverbündeten, sich zu zeigen.
Fühle sie, rieche sie, schmecke sie, berühre sie, versuche, ihre Energie zu empfinden und in dich aufzunehmen.
Frage nach den Pflanzen, die dich in der nächsten Runde begleiten. Lass dir Zeit und nimm sie wahr.

Schaue wie sie sich dir zeigen und wie du sie anwenden kannst, so dass sie wirksam sind.
Frage auch, was du für den Pflanzengeist tun kannst. Bedanke dich.

Stelle dir ein Kräuterbüschel zusammen oder einen Medizinbeutel.
Die Pflanzen werden dir bis zum nächsten Sommer Begleiterinnen sein.

Augustvollmond 15.08.: Bringt die Wende, Materielles wird in Geistiges gewandelt. Altes kann losgelassen und Neues empfangen werden.

 


Juli: Die eigene Macht annehmen und das Leben aktiv gestalten

Heuet oder Heumonat, Honigmond- weil es der Monat nach der Hochzeit ist.
Der Juli ist nach Julius Cäsar benannt.
Im Juli können wir aus dem Vollen schöpfen. Die Früchte reifen, die Kräuter stehen in voller Blüte und das Korn will geerntet werden.
Die Sonne brennt heiß an den Hochsommertagen, die auch Hundstage genannt werden. Am 23 .Juli wird der Hundsstern Sirius am Maul des „Großen Hundes“ sichtbar, wo er am 23. August wieder entschwindet.
Ein wichtiger Lostag ist der 20. Juli, Tag der heiligen Margarete, einer der ältesten christlichen Heiligen. Sie tritt als „erste Schnitterin“ auf. In ihr vermischt sich der lebensspendende Aspekt mit der lebensnehmenden Kraft der Göttin.

Am 20. Juli lässt Margarete „die Fliegen los“(Volksmund). Fliegen galten als Träger der Seelen der Verstorbenen, die sich in geflügelter Form zu den Orten ihrer nächsten Bestimmung aufmachten.
Im Juli fällt es uns leicht, uns für Neues zu öffnen und Bestehendes weiterzuführen.
-    Was möchte in diesem Jahr fortgeführt werden?
-   Worauf richtest Du Deine Kraft?
-    Auf welche Weise kannst Du Dich für Neues öffnen?
Es ist nicht nur unser Recht, sondern auch unsere Pflicht zu wachsen, stark und mächtig zu werden.
Die Welt ist auf unsere Ideen angewiesen.
Bring dein Potential ins Leben und beginne zu leuchten!
Nimm Dir Zeit zum Träumen und lass Deine Seele baumeln!
Genieße die Wärme der Sonne, nimm den Duft des Sommers tief in dich auf, speichere ihn in dir ab, damit er Dich im dunklen Winter wärmen kann!

Im Juli können wir die Verbundenheit mit der Natur besonders gut spüren:
Geh in die Natur und nimm Dir zehn Minuten Zeit, um ganz intensiv diese Verbindung zu spüren. Stell dich breitbeinig und locker in den Knien ins Gras. Konzentriere dich zunächst auf dich, wie bist du da und lass alle störenden Gedanken los. Nimm mit deinen Augen die Umgebung auf, die Pflanzen, die Tiere, die Oberfläche der Erde, die dich trägt. Jedes Wesen, das mit dir diesen Ort teilt, ist Individuum und doch zugleich Teil eines großen Gewebes, das alles verbindet und erhält. Sprich nun den folgenden Text, bis du die Verbindung gut spüren kannst:
Ich bin verbunden mit allem Sein.
Mit Schwester Mond und ihren Schatten,
mit Mutter Nacht, Vater Sonne und den Sternen,
Bruder Tag und Großmutter Erde.
Mit allen Tieren und allen Pflanzen
So bin ich ich
Und Teil des Ganzen.        (Arunga Heiden)
Erinnere dich im Alltag immer wieder daran, dass du dazu gehörst mit aller Verantwortung und aller Geborgenheit.

Kräuterkraft im Juli:
Beifuss: Artemisia vulgaris, das Kraut der Artemis
Machtwurz / Mutter aller Pflanzen (Antike), der allerhöchste Heilkraft zugesprochen wurde.
Er ist wärmespendend, wurde zur Förderung der Geburt und zur Förderung der Fruchtbarkeit eingesetzt. Alles Unterkühlte soll durch Beifuß erwärmt werden, nicht nur die Füße. Seine Bitterstoffe fördern nicht nur die Verdauung nach fettem Essen, sie regen die Magentätigkeit generell an und regulieren Ernährungsstörungen. In die Schränke gelegt, vertreibt Beifuß die Motten und fördert den Schlaf bei Kindern.

Julivollmond am 16.07.: Er stärkt die sinnliche Seite in uns. Es ist in der Honigmondzeit wichtig, sich zu entspannen und die Süße des Lebens zu genießen.


Juni: Zeit der Entfaltung und des inneren Wachstums

Grasmond- weil die Heuernte beginnt, Brachmond, Rosenmond oder Johannismond
Juni kommt von Juno, der römischen Göttin der Gestirne und der Hüterin aller sozialen Bindungen in Sippe, Ehe und Familie. Hier hat die Tradition, im Juni zu heiraten, ihren Ursprung.
Die energetische Qualität des Juni ist bestimmt durch Licht und Helligkeit.
Für das Wachstum bedrohlich ist die sogenannte Schafskälte, zwischen dem 10. und dem 14. Juni.

 

Alte Bauernregel:

„Vor Johanni bitt um Regen, hernach kommt er ungelegen.“

Am 21. Juni feiern wir die Sommersonnenwende (Litha), es ist der längste Tag und die kürzeste Nacht.
Am 24.06. ist Johannistag, der sich vom Geburtstag von Johannes dem Täufer ableitet, (auch Spargelsilvester, Holdertag) aber auch der Tag der Glücksgöttin Fortuna.
Bekannt als Lostag für das Wetter der nächsten 7 Wochen ist der 27.06., der Siebenschläfertag.

 

Raum für inneres Wachstum schaffen
Angeregt durch das Wachstum der Pflanzen und Bäume, erhalten wir Gelegenheit, uns mit unserem eigenen inneren Wachstum zu befassen. Auch wir sind Teil der sich ständig entwickelnden Welt, des Kreislaufes von

Werden – Sein – Vergehen.

Nichts bleibt gleich. Dennoch können wir ideale Bedingungen für unser inneres Wachstum schaffen, indem wir uns mit unseren Stärken und Schwächen annehmen und lieben lernen. Wachstum ist häufig erst dadurch möglich, dass wir Fehler machen und daraus lernen und uns trotzdem liebevoll annehmen!


Im Juni befinden wir uns an einem Wendepunkt im Jahr - Es ist Zeit, in der Natur innezuhalten und sich neu auszurichten.
Der helle Juni fordert uns dazu auf, kritisch auf Lebensumstände zu schauen, die unserem Wachstum nicht mehr dienlich sind. Manchmal wagen wir es nicht, uns einzugestehen, dass uns Menschen oder Verhältnisse nicht gut tun.

Wir fürchten uns, Vertrautes zu verlassen und stehen damit selbst im Weg.

  • Was ist bisher im Jahr geschehen?
  • Welche Zwischenbilanz des Jahres kannst Du ziehen?
  • Wie weit bist Du mit der Umsetzung Deiner Vorhaben gekommen?
  • Fließt Deine Kraft in alles, was Dir wichtig ist?
  • Wo ist Fülle in Deinem Leben?
  • Was verbindest Du mit dem Gefühl, 'in Fülle' zu leben?

Sommersonnenwende – (Litha, nach der gleichnamigen Göttin benannt)
In den Tagen um den 21. Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Stand. Zu Mittsommer, auf dem Zenit ihrer Feuerkraft wechselt die Sonne in das Wasserzeichen Krebs. Die Sommersonnenwende ist wie ein Innehalten inmitten der größtmöglichen Schönheit. Mit diesem Jahreskreisfest verändert sich das ungeduldige Drängen des Frühsommers in zufriedene Sattheit. Die Pflanzen wuchern nicht mehr, sondern verwandeln die Fülle der Energie in Früchte, Blüten und andere Genüsse.
Mit der Sommersonnenwende beginnt die Erntezeit.
Das sollte entsprechend gefeiert werden, um die Sonnenkraft zu ehren und damit Geben und Nehmen im Gleichgewicht sind.
Im Mittelpunkt der Mittsommerbräuche steht die Kraft des Feuers. Große Johannisfeuer oder brennende Räder gibt es noch heute in Deutschland oder in den nordischen Ländern.
•    Verbringe eine Nacht im Freien und genieße den Sonnenaufgang am längsten Tag des Jahres.
•    Entzünde mit Freunden ein Sonnenwendfeuer, es ist Zeit, die erste Hälfte des Jahres zu verlassen und Ungelöstes dem Feuer 

      zur Verwandlung zu übergeben.
•    Gib dir am herunter gebrannten Feuer ein Versprechen für die zweite Jahreshälfte, um zu wachsen und in Deiner Kraft zu

     bleiben


Ursprünglich war es der Tag an dem der germanische Lichtgott Baldur, der schönste und freundlichste der Asen von seinem dunklen Bruder Hönur, dem blinden Gott der Zeit getötet wird.

Unter christlichem Einfluss wurde das Fest zum Johannisfest, am 24.6..
Kräuter:
Die Kräuter haben in der Zeit der Sommersonnenwende eine besondere Wirksamkeit, viele Heilkräuter stehen in voller Blüte. Einige heilige Pflanzen waren mit diesem Fest besonders verbunden, Pflanzen, in denen die Menschen besondere Kräfte sahen, Kräfte der Sonne und solche, die das Dunkle bannen konnten:

Johanniskraut, Ringelblume, Baldrian, Eisenkraut, Frauenmantel, Beifuß, Rotklee.

Sie wurden als Gürtelkräuter bezeichnet. Es war auch üblich, sich Gürtel aus diesen Kräutern zu flechten und sie zu Sonnenwendfesten zu tragen.
Der Junivollmond (17.06.) dient dazu Frieden, Liebe und Verständnis in seine Beziehungen zu bringen.