Monatsenergie

Im Einklang mit dem Jahreskreis leben

Reifen wie der Baum,

der seine Säfte nicht drängt

und getrost in den Stürmen

des Frühlings steht

ohne die Angst,

dass dahinter kein Sommer

kommen könnte.

                           R.M.Rilke

 

Jeder Monat im Jahr hat eine andere Energie.
Wenn wir das Wissen unserer Vorfahren einbeziehen, können wir gelassener durchs Jahr gehen und bewusst die Kräfte der Natur für die Gestaltung unseres Lebens nutzen. Im Einklang mit dem Rhythmus der Jahreszeiten entsteht im Gespräch, in der Entspannung und in Ritualen Achtsamkeit für uns selbst.


 


Gemeinsam durch das Jahr - Jahreskreisabende

An jedem ersten Dienstag im Monat treffen wir uns ab 19.00 Uhr im Kreis und spüren den Energien, die gerade da sind nach.

Aus Meditation, Tanz, Singen und Austausch entsteht ein achtsames Gebilde, dass uns durch den Monat hindurch verbindet.

Coronabedingt wird es nun zoom-Treffen geben, aber auch ohne Zoomnutzung können wir uns verbunden fühlen und ich verschicke eine Mail mit Meditation und Musik.

Der Kreis ist offen und Du Darfst gern hineinkommen.

Verbleibende Termine 2021:

2.2. Imbolc/2.3./13.4.(!)/4.5.Beltane/1.6./6.7./3.8.Lammas/7.9/5.10./2.11. Samhain/7.12.2021

Dein Beitrag: 20 € pro Abend - Den kompletten Jahreskurs gibt es für 180 €. Ratenzahlung ist möglich.

Nach den Beschräkungen: 19.00 Uhr - 21.30 Uhr  Ort bitte erfragen


Oktober: Zeit des Loslassens, Hergebens und des Abschiedes

Achter Monat nach dem altrömischen Kalender
Gilbhart – von vergilbtem Laub,
Weinmond oder Reifmond, wegen der ersten Nachtfröste,
Schlachtemond oder Sterbemond – weil es früher durch kaltes und feuchtes Wetter eine Häufung der Sterbefälle gab.
2. Oktober - Schutzengelfest
16. Oktober - Hl. Gallus, war früher für die Bauern der Winterbeginn, es war ein Lostag mit vielen Geboten und Verboten und Kinder, die an diesem Tag geboren wurden, sollten magische Fähigkeiten besitzen.
21. Oktober – Festtag der hl. Ursula
31. Oktober – Reformationstag,

 Nacht vom 31.10. – 1.11.    Halloween, Samhain, Allerheiligen

Die energetische Qualität des Oktobers ist der allmähliche Abschied von der nach außen gerichteten Energie.
Der Oktober ist der Monat des fallenden Laubes und die ersten Vorboten des Winters sind nicht mehr zu übersehen.

Die Kräfte des Wachstums ziehen sich zurück, von außen nach Ihnen durch den Stamm, in die Wurzeln und hinein in die Erde. Die strahlende Farbenpracht, mit der sich die Natur verabschiedet, zeigt uns, dass auch im Reifen, Loslassen und im Abschied eine große Schönheit verborgen ist
Und während sich die Natur verabschiedet, bietet sich ein Rückblick für uns an:

•    Wieviel konntest Du von dem umsetzen, was dir wichtig war?
•    Hast Du dich ernst genug genommen und genug geliebt, um nach deinen eigenen Regeln und Träumen zu leben?


Der goldene Oktober lehrt uns die Fähigkeit der Unterscheidung in Brauchbares und Unbrauchbares und das besonders in diesem Jahr:

•    Wer oder was hat dich auf deinem Weg, bei den Herausforderungen, unterstützt, hat dich genährt und hat dir gut getan?

Dies ist die Saat des neuen Jahres!
•    Wer oder was hat dich behindert, hat dich gebremst, hat dir Kraft geraubt und dich geschwächt?


Entscheide, was du wirklich brauchst, um gesund und in Frieden zu sein, setze klare Grenzen und lasse alles andere beherzt los!

Übernimm Verantwortung für deine Energie!

Übernimm Verantwortung für Dein Leben!

Steh zu dem, was Du für richtig hältst!

In früheren Zeiten waren Opfer selbstverständlich –

etwas Loszulassen, herzugeben, um im wörtlichen Sinne unbeschwert zu sein!

Wertvolles wurde den göttlichen Kräften zurückgegeben als Dank für deren Unterstützung.
-    Was bin ich bereit zu opfern, loszulassen, herzugeben als Zeichen des Dankes?

Alles, was wir loslassen, kann uns in verwandelter Form wieder zufließen im Kreislauf der Kräfte!


Samhain- Halloween (all hallows eve)- Allerheiligen:
Keltisches Neujahrsfest in der Nacht vom 31.10. zum 1.11.
Fest des dunklen Mondes genau zwischen Herbst-Tag-und Nachtgleiche und Wintersonnenwende.
Die Druiden legten zu dieser Zeit den Grundstock für ein neues Jahr, indem sie den "Samen für den Hain, der einmal ein Wald werden soll" setzten. Die Nacht zum ersten November symbolisierte den Übergang vom alten ins neue Jahr. Früher wurde dieses Fest wahrscheinlich in der November Neumondnacht gefeiert. Nur durch den Tod kann neues Leben entstehen – und so steht gerade das Fest Samhain für den ewigen Kreislauf des Lebens.
Es ist ein guter Zeitpunkt, um an die eigene Sterblichkeit zu denken, denn unsere Vorfahren wussten, dass in dieser Nacht die Schleier zwischen den Welten der Lebenden und der Toten besonders dünn sind. Gedenke an diesem Tag auch deinen Großmüttern und Großvätern, sie stehen für das Jahr, das nun auch alt und grau ist. Wenn sie noch leben, schick ihnen Karten, lade sie zum Essen ein. Versuche, dich mit Deiner Vergangenheit auszusöhnen.
Wir schöpfen unsere Kraft aus der Stille und aus der Besinnung der eigenen Wurzeln, indem wir unseren Ahnen gedenken, mit ihnen sprechen, sie um Rat fragen und auch ihren Segen und Schutz fürs kommende Jahr erbitten.


Begrüßung der dunklen Jahreshälfte:
Nimm dir bewusst an einem Abend Zeit und verabschiede die helle Jahreshälfte, die Zeit der Aktivität, des Lichtes und des Draußen-Seins und begrüße all die Dinge, die schön an der dunklen Jahreshälfte sind: Bücher lesen, sich drinnen gemütlich einkuscheln, Kerzenlicht, Tee trinken…
Für jede Begrüßung zündest Du ein Teelicht an, bis es ganz hell um dich ist und beendest dein kleines Ritual mit der Bitte um Gesundheit und einen guten Winter.

Oktobervollmond 1.10. und Blue Moon am 31.10.
Zentriere dich, und richte dich aktiv neu aus. Entrümple, reinige, ordne und bereite dich bewusst auf die kommende dunkle und kalte Jahreszeit vor. Der Blue Moon hilft uns, größere Entwicklungssprünge zu machen.

Unterstützerin in dieser Zeit ist die Hagebutte
Das Hagebuttenmark ist reich an Vitamin A, Vitamin-B-Komplex, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin H, Lycopin, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink, und weiteren Spurenelementen, schützt Herz und Körperzellen und dient als sehr guter Schutz für die Haut. Besonders durch die perfekte Zusammenwirkung von Vitamin C, Vitamin E und krebszellenhemmendem Lycopin (roter Pflanzenfarbstoff, wirkt z.B. positiv bei Osteoporose) wird dieser Effekt erreicht.


September: Zeit des Ausgleiches und des Dankes

Scheiding, Obstmond oder Herbstmond,
September leitet sich von septimus, dem siebten Monat nach römischer Rechnung ab.
8.9. Maria Geburt
22.9. (meist) Herbst-Tagundnachtgleiche,
in Mitteleuropa wurde ein dreitägiges Fest gefeiert/ kelt. Mabon
29.9. Michaelistag,
Bauernspruch:
Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.

 

 

Die energetische Qualität des Septembers ist vom Gleichgewicht der Kräfte und vom Übergang in die dunkle Jahreshälfte bestimmt
Wieder einmal stehen die Kräfte von Licht und Dunkelheit im Ausgleich, es ist die Zeit des Übergangs in die dunkle Jahreshälfte.
Ausgleich ist das Grundprinzip des komplexen Systems der Natur. Es ist geprägt vom ständigen Kommen und Gehen, Werden und Vergehen, Geben und Nehmen. Der Ausgleich der Energien ist der Zustand der Balance und der Harmonie, das Gleichgewicht.
Die Balance der Energien ist wie ein Fluss, ständig fließt Wasser davon und in gleichem Maße fließt es wieder nach, der Fluss selbst ist im dynamischen Gleichgewicht.

Der September ist eine gute Zeit, um sich mit dem Gleichgewicht der Kräfte im eigenen Leben zu befassen.
-    Was lässt mich lächeln, wenn ich an die vergangenen Monate denke?
-    Bei welchen Menschen und Themen in meinem Leben fühle ich mich in einem guten Gleichgewichtszustand?
-    Wie kann ich mich auf die dunkle Jahreszeit vorbereiten, was muss ich loslassen?
-    Wie erreiche ich einen Ausgleich von Nehmen und Geben?
Das Prinzip des Ausgleichs hatte für unsere germanischen Vorfahren eine grundlegende Bedeutung. War ein Mensch, eine Familie ein Clan im Gleichgewicht, so war Wachstum und gutes Gedeihen aller Menschen, Tiere und Pflanzen möglich. Wurde gegen das Gleichgewicht in der Gemeinschaft oder in der Natur verstoßen, so folgte daraus „Un-Heil“ oder Krankheit.
Gerade in dieser Zeit der Veränderung spüren wir sehr klar, dass wir als Menschen dieses Prinzip des Ausgleiches über viele Jahre hinweg ignoriert haben und nun Demut und eine neue Verbindung zur Natur lernen sollen.


Herbst-Tagundnachtgleiche ( Mabon):
Wir befinden uns an einem Wendepunkt. Ab nun werden die Tage kürzer, die Nächte länger. Die Natur zieht sich nach und nach zurück und bereitet sich auf ihren Winterschlaf vor. Bevor dies geschieht, zeigt sie sich noch einmal in ganz besonderer Fülle und Pracht. Viele Feldfrüchte gelangen jetzt zur Reife und wir dürfen uns über frische Kartoffeln, Kürbisse, Möhren und Rüben freuen. Auch das Obst wird reif und wir können Äpfel, Birnen, und zuletzt den Wein genießen. Brombeeren und Holunderbeeren versorgen uns mit den wichtigsten Vitaminen, die unser Immunsystem für den Winter stärken. Haselnüsse, Walnüsse und Brennnesselsamen sind bereit, unseren Körper mit notwendigen Fettsäuren zu stärken. Unseren Vorfahren, die weder Gefriertruhen noch Kühlschränke oder Supermärkte hatten, war der Dank besonders wichtig, um die Erdgöttin und die Wettergötter günstig zu stimmen und somit die Ernte sicher einbringen zu können. Die Erntedankfeste begannen zur Herbsttagundnachtgleiche und dauerten bis zum darauf folgenden Vollmond. Der Göttin wurden die besten Früchte und Nüsse geopfert, damit sie auch im kommenden Jahr für eine gute Ernte sorgen würde. Es ist ein Fest der Fülle, der Farben und der Fröhlichkeit.
Neben der Herbst-Tagundnachtgleiche war der 29. September ein wichtiger Tag, ursprünglich der Thing-Tag der Germanen. Passend zur Jahreszeit wurde Recht gesprochen und bestehende Konflikte wurden gelöst. Mit dem Opfer für die Götter bedankte man sich und bestärkte so die Verbindung zur Anderswelt. Ursprünglich wurde wegen der Opferfeste der September als heiliger Monat gefeiert. Karl der Große verlegte dann den heiligen Monat auf den Dezember, die Geburtsfeier Christi. Aber trotzdem galt auch in christlicher Zeit der 29.09. als magisch und wurde den drei Erzengeln Michael, Gabriel und Rafael geweiht.
Am Abend vor dem 29.9. wurden die ersten Kerzen angezündet, das Lichtarbeiten begann.
Dankbarkeitsritual
Richte Deine Aufmerksamkeit auf Dinge für die Du dankbar bist, notiere Dir an 21 hintereinander folgenden Tagen alles in Dein Tagebuch, wofür Du dankbar bist an dem jeweiligen Tag.


 Die Pflanzenwelt im September:
Äpfel als Boten der Anderswelt spielen in vielen Kulturen eine Rolle. Bei den Kelten verbindet der Apfelbaum die Welt der Lebenden und der Toten. Die Germanen kennen die Göttin Iduna, die heilige Äpfel hütet, von denen die Götter täglich essen, um nicht zu altern.
Äpfel kombiniert mit Holunder unterstützen unser Immunsystem und lecker schmeckt es auch:
Holunderapfelmus (reicht für 3 Portionen)
1 Becher, 160g Holunderbeeren, abgezupft2 EL Rohrzucker
1 EL Zitronensaft
1 säuerlicher, mittelgroßer Apfel, entkernt und fein geschnitten

Alle Zutaten zusammen in einem kleinen Topf mit wenig Wasser weich kochen. Eventuell passieren. Passt zu Milchreis oder Vanilleeis. Es kann statt mit Apfel auch mit Pflaumen oder Quitten gekocht werden.

Septembervollmond: 20.09. Erntemond - Verbindet uns mit unserer geistigen Heimat. Engel verstärken unsere Intuition und die innere Führung.


August: Zeit der Ernte und der Verantwortung

Aranmanoth, Ernting, Sichelmond oder Erntemond, benannt ist der August nach dem römischen Kaiser Oktavian, der sich den Beinamen Augustus gab.
Früher hatte der August nur 30 Tage,

um mit dem Juli (Julius Cäsar) ebenbürtig zu sein, fügte Augustus seinem Monat einen Tag vom Februar hinzu.
Am 1. oder 2. August ist Lammas oder Lughnasadh
15. August ist Maria Himmelfahrt, Kräuterweihe in der Kath. Kirche
24.8. Bartholomäustag, die Störche fliegen nach Süden

 

 

 

Die energetische Qualität des August ist Reife und Vollendung

Alle Kraft der Pflanze fließt nun in die Teile, die übrig bleiben werden, wenn sie selbst den Weg zurück zu ihrem Ursprung gegangen ist.
Geh an einem Augusttag hinaus und nimm die Fülle wahr, die dich umgibt. Es ist genug für alle da und noch viel mehr.

Neben dem materiellen Reichtum gibt es noch mehr:
Freundschaft, Lächeln, Fröhlichkeit, Spaß und Liebe gehören ebenso zur Fülle wie Tränen, Zweifel und Ärger. Süße wie bittere Früchte hängen alle an einem Baum.
Die Energie des August bestärkt uns darin, Bestehendes zur Reife zu bringen und uns mit dem zu befassen, was wir als Früchte an die Umwelt weitergeben wollen.
Es ist Zeit einen bewussten Schnitt zu setzen, wenn wir jetzt nicht ernten, verlieren wir alles.

-    Bei welchen Themen brauche ich eine Entscheidung, um etwas zu beenden, damit Neues wachsen kann?
-    Von welchen Dingen oder Menschen sollte ich mich trennen, damit ich in meiner Kraft bleibe?
-    Was wir in die Welt hinausschicken kommt irgendwann zu uns zurück,

      nehmen wir also unsere Verantwortung für das, was ist, an!


Lammas“ oder „Lughnasad
Bei den Kelten hieß der August Lugdunum und ein wichtiges Fest wurde am 1. oder 2. August als Schnitterinnen-Fest von unseren AhnInnen als Fest des ersten Getreideschnittes und des daraus gebackenen Brotes gefeiert – irisch/keltisch „Lammas“ oder „Lughnasad“. Wir ehren die Kraft des üppigen Wachstums und danken der Mutter Erde für ihre Gaben.
Es ist das Fest der abnehmenden Mondsichel und steht im Jahreskreis Lichtmess gegenüber.
Frauen, die nicht mehr menstruierten wurden zu Lammas aus dem Kreis der fruchtbaren Frauen entlassen.
Das Schnitterinnenfest ist die Zeit der klaren Ausrichtung und Entscheidung, Veränderungen zuzulassen. Du wirst jetzt bestmöglich unterstützt wenn es Entscheidungen gibt, die Du schon lange hinausgeschoben hast. Schneide Hindernisse weg!


Es ist ein Fest, das den Kreislauf des Lebens auf ganz besondere Weise symbolisiert, da die Ernte natürlich auch den Tod der Pflanzen bedeutet. Es ist ein ewiger Kreislauf von Säen, Wachsen, Blühen, Früchte tragen, Ernten und Absterben.
Im Germanischen war eine Göttin für das Getreide zuständig, die Sif, deren weizenblondes Haar in einer Geschichte abgeschnitten und von den Zwergen durch Haare aus purem Gold ersetzt wurde. Getreide, das Haar der Erdmutter war wertvoll wie Gold. Eine Garbe der Ernte wurde der Kornmutter als Zeichen der Dankbarkeit geweiht, manchmal verblieb diese Garbe auf dem Feld oder bekam im Haus einen besonderen Ort.
Frauendreißiger/ Kräuterkraft im August:
Um den 15. August (Maria Himmelfahrt, früher Fest der Göttin Artemis) entfalten viele Kräuter ihre besonderen magischen Kräfte. Maria als Nachfolgerin der großen Göttin steht nach der Christianisierung im Mittelpunkt zahlreicher Bräuche. Wer einen eigenen Heilstrauß pflücken möchte, verwendet 9 Kräuter aus folgendem Sortiment, die Mitte bildet nach Möglichkeit eine Königskerze:
Alant, Arnika, Baldrian, Beifuß, Eisenkraut, Frauenmantel, Goldrute, Holunderblätter, Huflattich, Immergrün, Johanniskraut, Kamille, Klee, Königskerze, Liebstöckel, Odermennig, Pfefferminze, Rainfarn, Raute, Schafgarbe, Thymian, Wacholder, Wegwarte, Wermut, Wiesenknopf.
Pflanzenverbündete finden:
Schließe Deine Augen, bitte Deine Pflanzenverbündeten, sich zu zeigen.
Fühle sie, rieche sie, schmecke sie, berühre sie, versuche, ihre Energie zu empfinden und in dich aufzunehmen.
Frage nach den Pflanzen, die dich in der nächsten Runde begleiten. Lass dir Zeit und nimm sie wahr. Schaue wie sie sich dir zeigen und wie du sie anwenden kannst, so dass sie wirksam sind.
Frage auch, was du für den Pflanzengeist tun kannst. Bedanke dich. Stelle dir ein Kräuterbüschel zusammen oder einen Medizinbeutel.
Die Pflanzen werden dir bis zum nächsten Sommer Begleiterinnen sein.

Augustvollmond 22.08.: Bringt die Wende, Materielles wird in Geistiges gewandelt. Altes kann losgelassen und Neues empfangen werden.

Juli: Zeit der Sonne und des Reifens

Heuet oder Heumonat, Honigmond- weil es der Monat nach der Hochzeit ist.
Der Juli ist nach Julius Cäsar benannt.
Im Juli können wir aus dem Vollen schöpfen. Die Früchte reifen, die Kräuter stehen in voller Blüte und das Korn will geerntet werden.
Die Sonne brennt heiß an den Hochsommertagen, die auch Hundstage genannt werden.

Am 23. Juli wird der Hundsstern Sirius am Maul des „Großen Hundes“ sichtbar, wo er am 23. August wieder entschwindet.
2. Juli - Fest der werdenden Mütter! Wenn Du eine kennst, bereite ihr eine Freude!

 

Ein wichtiger Lostag ist der 20. Juli, Tag der heiligen Margarete, einer der ältesten christlichen Heiligen. Sie tritt als „erste Schnitterin“ auf. In ihr vermischt sich der lebensspendende Aspekt mit der lebensnehmenden Kraft der Göttin. Am 20.Juli lässt Margarete „die Fliegen los“(Volksmund). Fliegen galten als Träger der Seelen der Verstorbenen, die sich in geflügelter Form zu den Orten ihrer nächsten Bestimmung aufmachten.

Juli – Zeit der Vernetzung und des Verbundenseins
Im Juli fällt es uns leicht, uns für Neues zu öffnen und Bestehendes weiterzuführen.

Die Coronazeit hat uns mit unseren Lebenswerten in Kontakt gebracht.
-    Welche Werte sind Dir für Dein Leben wichtig?
-    Mit welchen Menschen kannst Du Dich verbünden, damit Du sie leben kannst?
-    Was willst Du in Deinem Leben bewirkt haben?

Nimm Dir Zeit zum Träumen und lass Deine Seele baumeln!
Genieße die Wärme der Sonne, nimm den Duft des Sommers tief in dich auf, speichere ihn in dir ab, damit er dich im dunklen Winter wärmen kann.

Einfach da sein.

Bewusster bei Dir selbst sein, als sich im Tun zu verlieren.

Geh mehr als sonst ins Anhalten, Entspannen, Lauschen, genießen, dich fallen und gehen lassen.

Antworten auf deine Fragen kommen dann wie von allein.

Julivollmond 24.07.2021: Er stärkt die sinnliche Seite in uns.

Es ist in der Honigmondzeit wichtig, sich zu entspannen und die Süße des Lebens zu genießen.

Im Juli können wir die Verbundenheit mit der Natur besonders gut spüren:
Geh in die Natur und nimm Dir zehn Minuten Zeit, um ganz intensiv diese Verbindung zu spüren. Stell dich breitbeinig und locker in den Knien ins Gras. Konzentriere dich zunächst auf dich, wie bist du da und lass alle störenden Gedanken los. Nimm mit deinen Augen die Umgebung auf, die Pflanzen, die Tiere, die Oberfläche der Erde, die dich trägt. Jedes Wesen, das mit dir diesen Ort teilt, ist Individuum und doch zugleich Teil eines großen Gewebes, das alles verbindet und erhält. Sprich nun den folgenden Text, bis du die Verbindung gut spüren kannst:


Ich bin verbunden mit allem Sein.
Mit Schwester Mond und ihren Schatten,
mit Mutter Nacht, Vater Sonne und den Sternen,
Bruder Tag und Großmutter Erde.
Mit allen Tieren und allen Pflanzen
So bin ich ich
Und Teil des Ganzen.        (Arunga Heiden)


Erinnere dich im Alltag immer wieder daran, dass du dazu gehörst mit aller Verantwortung und aller Geborgenheit.

 

Kräuterkraft im Juli:
Beifuss: Artemisia vulgaris, das Kraut der Artemis, Machtwurz / Mutter aller Pflanzen (Antike), der allerhöchste Heilkraft zugesprochen wurde.
Er ist wärmespendend, wurde zur Förderung der Geburt und zur Förderung der Fruchtbarkeit eingesetzt. Alles Unterkühlte soll durch Beifuß erwärmt werden, nicht nur die Füße. Seine Bitterstoffe fördern nicht nur die Verdauung nach fettem Essen, sie regen die Magentätigkeit generell an und regulieren Ernährungsstörungen. Ob als Tee, als Tropfen oder verräuchert, immer reinigt Beifuß den ganzen Körper von Grund auf. Seine Bitterstoffe bringen den gesamten Stoffwechsel in Schwung und regen die körpereigenen Abwehrkräfte an. Beifuß ist unser einheimisches Echinacin. Bei der Behandlung von Covid 19 hat sich Artemisia annua, der einjährige Beifuß als heilkräftig gezeigt.
Wahrscheinlich wurde bereits bei Kelten und Germanen Beifuß rituell verräuchert.

Er gilt als das heimische Schamanenkraut. In Veränderungssituationen stärkt und schützt er uns.


Juni: Zeit des inneren Wachsens

Grasmond- weil die Heuernte beginnt, Brachmond, Rosenmond oder Johannismond
Juni kommt von Juno, der römischen Göttin der Gestirne und der Hüterin aller sozialen Bindungen in Sippe, Ehe und Familie.
Die energetische Qualität des Juni ist bestimmt durch Licht und Helligkeit.
11. Juni: Matralien (römisch) Heute feiern wir alle Frauen, die mütterlich sind, ohne Kinder geboren zu haben. Sie sind die Stützen der Familien.

Für das Wachstum bedrohlich ist die sogenannte Schafskälte, zwischen dem 10. und dem 14. Juni.

Alte Wetterregel:
„Vor Johanni bitt um Regen, hernach kommt er ungelegen.“
Am 21. Juni feiern wir die Sommersonnenwende (Litha), der längste Tag und die kürzeste Nacht. Am 24.06. ist Johannistag, der sich vom Geburtstag von Johannes dem Täufer ableitet.
(Auch Spargelsilvester, Holdertag)
Bekannt als Lostag für das Wetter der nächsten 7 Wochen ist der 27.06., der Siebenschläfertag.

Raum für inneres Wachstum schaffen
Angeregt durch das Wachstum der Pflanzen und Bäume, erhalten wir Gelegenheit, uns mit unserem eigenen inneren Wachstum zu befassen. Auch wir sind Teil der sich ständig entwickelnden Welt, des Kreislaufes von Werden – Sein – Vergehen. Nichts bleibt gleich. Dennoch können wir ideale Bedingungen für unser inneres Wachstum schaffen, indem wir uns mit unseren Stärken und Schwächen annehmen und lieben lernen. Wachstum ist häufig erst dadurch möglich, dass wir Fehler machen und daraus lernen und uns trotzdem liebevoll annehmen! Der wichtigste Nährboden ist die Liebe zu uns selbst.
Im Juni befinden wir uns an einem Wendepunkt. Es ist Zeit, in der Natur innezuhalten und sich neu auszurichten.

Der Juni bringt Verborgenes ans Licht.

•    Der helle Juni fordert uns dazu auf, kritisch auf unsere Lebensumstände zu schauen, die unserem Wachstum nicht mehr dienlich sind.
•    Was hat Dich die Coronazeit gelehrt?
•    Fließt Deine Kraft in alles, was dir wichtig ist? Was ist noch zu tun, damit Du in diesem Jahr ernten kannst?
•    Wo gilt es etwas zu klären, zu bereinigen oder zu verabschieden?


Trau Dich zu leuchten, glaube daran, dass Du etwas verändern kannst.
Sei achtsam mit Dir und Deiner Energie, aber entzünde Dein inneres Feuer.
Verbünde Dich mit anderen Menschen, die so wie Du denken und leben.
Komm in Deine Kraft!

Sommersonnenwende – Litha

In den Tagen um den 21. Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Stand.

Mit der Sommersonnenwende beginnt die Erntezeit. Die Pflanzen wuchern nicht mehr, sondern verwandeln die Fülle der Energie in Früchte, Blüten und andere Genüsse. Das sollte entsprechend gefeiert werden, um die Sonnenkraft zu ehren und damit Geben und Nehmen im Gleichgewicht sind.
Ursprünglich war es der Tag an dem der germanische Lichtgott Baldur von seinem dunklen Bruder Hönur, dem blinden Gott der Zeit getötet wird. Unter christlichem Einfluss wurde das Fest zum Johannisfest, am 24. Juni.

Im Mittelpunkt der Mittsommerbräuche steht die Kraft des Feuers.

 

Litha, die keltische Mondgöttin steht für Überfluss und Fruchtbarkeit, Macht und Ordnung, Balance und Ausgewogenheit. Als Mondgöttin hält sie ständig die Balance zwischen den Kräften des Wachsens und des Abnehmens. Ihr Fest bildet die Mitte zwischen der Zeit des zunehmenden und des abnehmenden Lichts. Sie ist die Essenz des Mittelpunktes des Jahres, das Zentrum, in dem die Zeit für einen kurzen Moment angehalten wird.

Dies ist die ideale Zeit, um an Fragen des eigenen inneren Gleichgewichts zu arbeiten.

Kräuterkraft: Die Kräuter haben in der Zeit der Sommersonnenwende eine besondere Wirksamkeit, viele Heilkräuter stehen in voller Blüte. Einige heilige Pflanzen waren mit diesem Fest besonders verbunden, Pflanzen, in denen die Menschen besondere Kräfte sahen, Kräfte der Sonne und solche, die das Dunkle bannen konnten: Johanniskraut, Ringelblume, Baldrian, Eisenkraut, Frauenmantel, Beifuß, Rotklee. Sie wurden als Gürtelkräuter bezeichnet. Es war auch üblich, sich Gürtel aus diesen Kräutern zu flechten und sie zu Sonnenwendfesten zu tragen.


Der Junivollmond (24.06.) unterstützt dabei, Frieden, Liebe und Verständnis in seine Beziehungen zu bringen.


Mai - Zeit der Sinne und der Lebenslust


Beltane, Walpurgis die Nacht vom 30.4. zum 1.5.

Fruchtbarkeitsfest, das der Verbindung von männlicher und weiblicher Lust gewidmet war. Heilige Hochzeit,

das Symbol dafür war der Maibaum (Himmel und Erde). Bekränze Dich am Walpurgistag mit Gundelrebe und verbinde Dich dadurch mit den Natur und ihren sinnlichen Energien.

 

Wie feiern wir in Zeiten von Corona ?

Wie begegnen sich Mann und Frau auf Seelenebene?

Wie können wir wahrhaft partnerschaftlich miteinander sein? Wie leben wir die gegenseitige Wertschätzung unserer Unterschiedlichkeit?

Die Probleme der neuen Zeit werden wir nur gemeinsam lösen können! Alte Rollenmuster dürfen gehen!

 

 

 

 

Wonnemond, Winnemond (Winnemanouth, Winne – germanisch -die Wiese) oder Blumenmond

 

 - Die Bauern konnten ihr Vieh nun wieder auf die Wiesen bringen.

Der Name Mai ist germanisch und bedeutet „jung“, eine Maid ist ein junges Mädchen. Die energetische Qualität des Mai ist freudig und lebendig.

 

Die Eisheiligen sind die allerletzten Boten des Winters, der sich nun endgültig verabschiedet:

 

Mamertus 11.Mai / Pankratius 12.Mai/ Servatius 13.Mai/ Bonifatius 14.Mai/ Sophie 15.Mai

 

Im Mai spiegelt sich die Liebe des Göttlichen zu allem Leben, die Welt leuchtet in allen Farben. Wir können spüren, wieviel Schönheit die Entfaltung des Lebens mit sich bringt.

 

Der Maivollmond (26.5.) ist zutiefst inspirierend, er steht für die Liebe zwischen Mann und Frau und hilft uns, uns wieder für die Liebe zu öffnen.

 

Lebenskraft einladen:

 

·       Wo lässt Du Dich in Deiner Kraft einschränken?

 

·       Spüre genau hin, was Dir fehlt.

 

·       Welche Gefühle kommen aus Deinem Herzen?

 

Wo hast Du Dir selbst Zäune gebaut, über die Du Dich nicht hinaus wagst?

 

·       Wo bist Du Zaunreiter/in?

 

·       Wo lebst Du Dein inneres Feuer und Deine Leidenschaft?

 

·   

Sinnlichkeit und Lebenslust feiern

 

Der Mai ist die Zeit der Leidenschaft, der Lust und der Sexualität. Bei unseren Vorfahren, waren Lust und Begehren der irdische Ausdruck der Lebenskraft der Schöpfung. Sexualität verbindet uns mit dem Leben. Gönnen wir uns deshalb im Mai Zeit für unsere Lust, Lust an Bewegung, an der Freude, Lust daran, lebendig zu sein, Lust auf dieser Erde zu sein, Lust am Wachsen und Sein.

 Erlauben wir unserer wilden ungezügelten Leidenschaft, ihren Raum in unserem Leben einzunehmen. Unsere innere wilde Frau weiß um die Antriebskräfte, die wir brauchen, um unser Leben in die Hand zu nehmen und sie wünscht sich die Unterstützung durch den grünen Mann an ihrer Seite..

 

In den Überlieferungen geht es um die Transformation der jungfräulichen weißen Göttin zur lustvollen, sinnlich erotischen roten Göttin der Liebe und der Leidenschaft.

 

Freyja – Göttin des Glücks und der Liebe 

(U. Stumpf, www.kräuterweisheiten.de)

 

Erinnerst Du dich an mich?

Ich lebe in Dir, in Deiner Mitte. Ich lebe dadurch, dass Du mich spürst. Ich erinnere Dich an Dein Geheimnis, an Deinen Schatz, der tief in dir verborgen ist und dem Du vielleicht manches Mal zu wenig Beachtung schenkst. Er könnte der Tropfen der Weisheit sein. Sei achtsam für das, was in Dir wachsen will und nimm es wichtig auf Deine ureigene Art.

 

Vergiss, was andere gesagt haben und noch dazu sagen könnten. Lass die Rollen los, die nicht zu Dir gehören.

 

Höre auf mich, Deine innere Stimme, die Stimme der Göttin in Dir. Fühle die Kraft, die Dich schon bei unserer ersten Begegnung belebt. Ich helfe Dir jeden Tag wieder, Dir selber treu zu sein. Und Du wirst fühlen, wie selbstverständlich Dir die Kraft ins Fließen kommt. Im Einklang mit Dir, der Natur und dem Leben wirst Du ungeahnte Freuden erleben.

 

Übrigens, ich bin Freyja und bin Göttin aller Menschen, die ich liebe und die mich lieben. Ich bringe Glück und Leidenschaft auch den Männern, die sich an mich erinnern.   

 

Maipflanzen sind Boten der Lebensfreude, sie entschleunigen, tauschen Alltagsstress gegen Freude und machen glücklich: Waldmeister, Rotklee, Weißdorn

 

Der Weissdorn (Crataegus monogyna)

Hagedorn, Heckendorn, Zaundorn, Mehlbeerbaum

Der Weißdorn ist eine der wichtigsten Pflanzen für unsere Herzgesundheit, deswegen ist er sogar vielen Pflanzenlaien bekannt, weil sie zur Herzstärkung Weissdornpräparate einnehmen.

 


April: Zeit der Öffnung und des Schutzes

Knospenmonat, Keimmonat, Launing, Ostarmanoth
Bald trüb und rau, bald licht und mild, April, des Menschen Ebenbild!
Der Name April kommt aus dem Lateinischen. „Aperire“ heißt öffnen und sein Name ist Programm! Der April öffnet die Knospen und Blüten aber auch die Herzen der Menschen. Das Versprechen des März, dass das Leben nach dem Winter wiederkommt, geht im April in Erfüllung. Die Bäume zeigen zartes Grün und die Kraft des Neuanfangs hat sich durchgesetzt.
Aber es geht nicht ohne Gegenkräfte. Immer noch gibt es die Gefahr der Nachtfröste und Temperaturschwankungen gehören zum April.
Die energetische Qualität des April ist Öffnung.
Feiere die Herrschaft der Liebe über die Logik!
Der 1. April war ursprünglich ein Tag der Göttin Venus. Der Aprilscherztag stammt von diesem weiblichen Feiertag ab, an dem man alle Arten von Dummheiten beging, um die Herrschaft der Liebe über die Logik zu feiern.
Trau dich und öffne dich in Deinem Maß!
Manchmal fällt es uns schwer, uns nach Enttäuschungen, Verletzungen, Schmerzen uns trotzdem wieder auf Neues einzulassen. Aber nur wenn wir uns öffnen, kann die Kraft des Lebens durch uns hindurchfließen und uns unterstützen, unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten zu entfalten.


Sich schützen
In unserer Welt der Polaritäten entfaltet jede Kraft auch ihre Gegenkraft. Wer sich öffnet, wird verletzlich. Aber Widerstände und Widrigkeiten gehören zum Wachstum –gerade am Anfang eines Weges. Gerade hat etwas Neues, eine Idee, ein Ziel erste Formen angenommen, da gibt es Widerstand und die Pläne funktionieren nicht. Die Natur kennt das. Auch hier erfriert manches, ehe es sich zu ganzer Größe entfalten kann. Die Strategie der Natur lautet: Öffnung auf Raten: Zuerst wagen sich all die Pflanzen vor, die Nachtfröste gut vertragen können, die anderen sprießen sehr vorsichtig und wachsen nur dann, wenn es warm ist.
Öffnung findet in einer Weise statt, die genau die eigenen Grenzen spürt. Sie berücksichtigt die äußeren Bedingungen, die das Tempo des Wachstums vorgeben, ohne sich vom Ziel abbringen zu lassen.

Schütze dich angemessen,
wahre Deine Grenzen,
verbinde Dich mit anderen.
Alle Kräfte, die uns hindern, bremsen, uns vielleicht bedrohen, haben ihren Sinn und ihren Platz im Leben. Sie ermutigen uns, geduldig durchzuhalten und uns die Zeit zu nehmen, langsam stark zu werden.

Ostern
Mit der Christianisierung wurde Ostern das höchste und ritualreichste Fest.
Die 40 tägige Fastenzeit ist zu Ende. Der Ostersonntag ist immer der Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. Verschenke Ostereier mit besonderen Segenswünschen, spring übers Osterfeuer!
Die Kraft der Ostara hilft uns bei der Verwirklichung unserer Ziele. Es ist also eine gute Zeit, sich von Altem endgültig zu lösen und etwas Neues anzufangen.

Neunkräutersuppe (9 verschiedene Kräuter sammeln): z.B.
Brennnessel, Löwenzahn, Giersch, Bärlauch, Gänseblümchen, Vogelmiere, Gundermann, Schafgarbe, Brunnenkresse oder Klettenlabkraut – eine Handvoll pro Person. Die Zahl 9 ist die Zahl der Kraft, die Wachstum, Vergehen und Wiedergeburt in ihren Händen hält.
Zutaten für 4 Personen:
½ Sellerieknolle, 1 mittelgroße Petersilienwurzel, 1 Zwiebel, 4 Kartoffeln, 1-1,5 l Wasser, 3-4 El Suppenwürze, Sonnenblumenöl, Meersalz, Muskat, etwas süße Sahne
Für das Ei in der Suppe : 4 Eier, 4 El Essig auf 1l Wasser

Wildkräuter waschen, Blätter von den Stängeln zupfen und grob hacken.
Sellerie, Petersilienwurzel und Zwiebel grob würfeln, Kartoffeln schälen, waschen und ebenfalls würfeln,
In einem großen Topf etwas Öl erhitzen, Zwiebeln hineingeben, glasig dünsten, Gemüse und nach 5 Minuten Kartoffeln zugeben. Mit Deckel ca. 10 Minuten weichdünsten, ab und zu umrühren. Mit 1-1,5 l heißem Wasser aufgießen (Wasserkocher), Suppenwürze dazu und aufkochen lassen. Zum Schluss die Kräuter dazugeben, noch 1 Minute ziehen lassen und pürieren. Mit frisch geriebenem Muskat, Salz und Pfeffer und Sahne abschmecken. Für das verlorene Ei das Essigwasser mit 1 Prise Salz zum Kochen bringen. Ei in die Schöpfkelle schlagen und in das Wasser gleiten lassen. 3 bis 4 Minuten pochieren.
Und beim Rühren im Uhrzeigersinn sprechen:
Bei der Kraft von 3x3, Wilder Kräuter Neunerlei,
in die Suppe tu ich´s rein,
lass mich frei von Corona sein! 

Aprilvollmond: Saatmond, Mond der knospenden Bäume (27.04.)


März: Zeit des Aufbruchs und der Erneuerung

Frühlingsmond, Lenz (die Tage werden länger), Lenzing
Der Name März leitet sich von Martius, Mars, dem römischen Kriegsgott ab, denn er war in friedlichen Zeiten der Gott der Frühlingsvegetation, außerdem besiegt der Frühling den Winter. Gelb als Farbe in der Natur, erfreut die Sinne und die Seele und stimmt uns fröhlich.
Besondere Tage:

1. März meteorologischer Frühlingsbeginn und
            Matronalientag (röm.) es wurden Frauen und deren Macht gefeiert, man  zündete Tempelfeuer an und begrüßte das neue Wachstum auf der Erde
            8. März Internationaler Frauentag
           21. März Frühlings-Tagundnachtgleiche Ostara
           31. Fest der Mondgöttin (röm.)
Die Sonne scheint jetzt jeden Tag 3 Minuten länger.
Als Brücke zwischen Winter und Frühling bringt der März einen Umschwung zu Neuem, das lange im Dunkeln gewartet hat, um sich herauszutrauen ins Unbekannte, Ungewisse, aber Notwendige. Besonders spüren wir diese Energie zum Zeitpunkt der Tag-und Nachtgleiche. Das Neue materialisiert sich.


Das Neue begrüßen – den ersten Schritt tun.
Im März heißt es, Mut zu sammeln und sich auf den Weg zu machen und jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Wir werden nun aufgefordert, ernst zu machen mit unseren Plänen. Was wir uns wirklich wünschen, darf jetzt Gestalt annehmen.
Das ist gerade in unserer besonderen Zeit wichtig, unsere Visionen von einem anderen Miteinander auf dieser Welt mit Kraft aufzuladen.

Wie will ich auf dieser Erde leben?


Welche Gemeinschaften sind nährend für mich und meine Lebensbedürfnisse?


Was kann ich konkret für den Veränderungsprozess tun?


Was heißt es für mich und mein Leben „im Gleichgewicht“ zu sein?

 

Die Dunkelheit verabschieden
Am 21. März endet das dunkle Halbjahr, das mit der Herbst-Tagundnachtgleiche begann. An  diesem Tag fließen die Gegensätze harmonisch ineinander, wir können Abschied nehmen von der Zeit der Dunkelheit, indem wir liebevoll Rückschau halten, was sie uns in den vergangenen 6 Monaten gelehrt hat in Sachen Geduld, Ruhe und Vertrauen haben.
Wir wenden uns der lichten Zeit zu, der Zeit des Handelns, des Kämpfens und Liebens, des Gestaltens und des äußeren Wachstums. Mit der neuen Wachstumsperiode begann für die Menschen, die mit der Natur lebten, die intensive Phase der Arbeit. Sowohl in christlicher als auch in vorchristlicher Zeit wurde der Segen für die Felder in „Flurumgängen“ erbeten. Ziel war es, Mutter Erde zu wecken und zu ehren.    
Als Erda, Berta, Hertha, Erke oder Gerda wurde sie im deutschsprachigen Raum bezeichnet. Man stellte sich die Göttin der Erde im Frühling als junge Frau vor, die aus den Tiefen der Erde zu den Menschen kam und in strahlender Schönheit das Land durchquerte, um Fruchtbarkeit und Lebenslust für Pflanzen, Menschen und Tiere zu schenken.

Da Fruchtbarkeit häufig mit Wasser in Verbindung gebracht wurde, sah man diese Göttin als verbunden mit Meer, Flüssen, Bächen, Quellen oder Seen an.   
Ostara, auch Eostre und Aurora genannt ist die germanische Frühlingsgöttin, die Göttin des Wachstums, der Auferstehung, der Fruchtbarkeit und der im Osten aufgehenden Sonne (der Morgenröte). Sie bringt Leichtigkeit und Freude. Ihr Tier ist der Hase, ihre Symbole sind der Mond und das Ei.
Zum Schutz der Feldfrüchte wurde Ostara mit Feuerritualen in der Morgendämmerung gefeiert.


Die wiedererwachenden Lebenskräfte wurden auch an manchen Orten als das Erwachen des Drachen gefeiert – galten Drachen in vielen Kulturen als Inbegriff der Erdkraft. Sie waren Boten der großen Göttin und verkörperten ihre Macht. Durch die Christianisierung wurden sie zu jungfrauenfressenden Ungeheuern umgedeutet. Zugang zu den alten Drachenkräften ist an Quellorten möglich. Vielleicht feierst Du dort ein Frühlingsritual?

Der Märzvollmond am 28.03. weckt uns aus den Träumen und ruft uns zur Tat.
Mit seiner Unterstützung können wir Dinge mit Kraft aufladen.


Februar – Zeit der Reinigung und der inneren Planung, Zeit des Umschwunges

Auf der Schwelle stehen - Klärung und Heilung durch die Kraft des Feuers und der Luft.
Der Februar ist der Monat des wiederkehrenden Lichtes. Ende Februar ist der Tag 2,5 Stunden länger als zu Beginn des Jahres. Der Name Februar geht auf „februare“ zurück, das „reinigen“ bedeutet.
Alte Namen waren Liebesmond, Hornung, Narrenmond oder Taumond.
Römer feierten zu Ehren der Göttin Juno Februata ein Reinigungsfest, das oft in einer Orgie endete.

 

Irland kennt am 1.Februar einen Feiertag, der Weiberfest heißt. Hausfrauen feiern sich selbst mit köstlichen Speisen, die sie gemeinsam zubereiten und essen.

 

Valentinstag 14.2.: Bischof von Terni traute Verliebte, die nicht hätten heiraten dürfen.

 

Ursprünglich war der Februar ein Weibermonat, Frauen, ihre Besonderheit und Fruchtbarkeit standen im Mittelpunkt des Lebens. 16 der 28 Tage haben weibliche Vornamen im Katholischen Kalender: Brigitte, Maria, Anna, Veronika, Agathe, Dorothea, Katharina, Juliana, Margarethe, Eulalia…  
Die griechische Göttin Hygieia, Göttin der Gesundheit und der Hygiene wurde am 26.2. geehrt.

Menschen, deren Geburtstag zwischen dem 23. Januar und dem 13. Februar liegt, sind im keltischen Zeichen der Feuergöttin Brigid geboren. Brigid galt als Schutzpatronin der schönen Künste und Göttin der Inspiration, und Menschen, die im Zeichen von Imbolc geboren sind, besitzen ebenfalls eine beson-ders ausgeprägte innere Schönheit, die wie das Schneeglöckchen, die heilige Pflanze der Brigid, im Weiß des Winters erblüht.
1.2. /2.2./ Imbolc / Brigid /Maria Lichtmess
Imbolc in der Nacht vom 1.2. zum 2.2. markierte bei den Kelten den Frühlingsbeginn. Auch im Christli-chen Glauben, wo dieses Fest zu Maria Lichtmess wurde, ist mit diesem Fest Weihnachten 40 Tage vo-rüber und damit beendet. Im katholischen Christentum galten Frauen 40 Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein (2.2.!), bei Töchtern waren es 80 Tage. Frauen mussten sich danach einer rituellen Reinigung unterziehen.
Früher endeten/ begannen zu Lichtmess die Anstellungsverhältnisse und dadurch war es ein wichtiger Orakeltag. Ehepartner hielten Rückschau auf das zurückliegende Jahr und konnten sich im Einverneh-men trennen.

Imbolc bedeutet so viel wie „im Bauch“ – das Leben im Schoß der Mutter Erde beginnt sich zu regen. Die Samen beginnen zu keimen. Es ist ein Fest, wo wir uns erinnern sollen an das noch ganz Ungebro-chene, das durch und durch Lebendige, die wilde Energie des Frühlings, die es schafft, alles wieder zum Leben zu erwecken. Richten wir uns nach der Mondin, so ist es das Fest der zunehmenden Mondsichel im Jahreskreis und verbindet uns mit unserem freien Kind in uns.
Brigid, die Strahlende, mächtigste und beliebteste Göttin der Kelten steht für diese Zeit:
Sie lässt mit ihrer Feuerkraft den Schnee schmelzen und bringt Segen für das Jahr.
Der Kessel der Verwandlung, der Inspiration, der Neues hervorbringt, ist ihr Symbol. Sie begegnet uns als Jungfrau, Mutter und alte Weise und verbindet uns mit den immer wiederkehrenden Zyklen des Le-bens. Die Brigid kannte die Kraft aller heilenden Pflanzen und gab dieses Wissen ihren 19 Priesterinnen weiter. Ihr zu Ehren wurden am Imbolcabend Kerzen ins Fenster gestellt, die die ganze Nacht brannten. Üblich ist auch das Ritual der Kerzenweihe. Diese Kerzen begleiten uns mit ihrem Segen bis Schnitterin, wo wir einen Kräuterstab binden.

Ein Leitspruch der Brigid:     Steh zu dem, was du für richtig hältst!

Ihre Botschaft:   Werde Dir zuerst über Deine Absichten klar.
Wenn Du unklar bist, wird die Verwirrung Deine Kraft schwächen.
Was ist mir wirklich wichtig? Was soll wachsen? Wohin will ich meine Kraft richten?
Brigid, die weiße Göttin, die alle Gewässer in Bewegung versetzt, die Säfte in den Bäumen anregt und die Pflanzen wieder zum Sprießen bringt, die bewegt natürlich auch die Lebenssäfte im Menschen. Das Austreiben des Winters hatte vielerlei Formen. Fas-Nacht hat nichts mit Fasten zu tun, im Gegenteil! Das Wort kam von dem Brauch des "FASELNS". Es ist ein mittelhochdeutsches Wort: "vaselen"     fruch-ten, gedeihen.
Früher waren unzählige Formen der Reinigungszeremonie gebräuchlich, wie Feuerlauf, Fasten, Lärmen, Schweigen, Einkehr. Mensch und Vieh wurden mit Reisigbüscheln aus Haselnuss-, Weiden- und Birken-zweigen abgestrichen. Die Natur unterstützt uns beim Hausputz, beim Entrümpeln und beim Entschla-cken. Es gilt Altes loszulassen und auf diese Weise Platz für Neues zu schaffen.
•    Wie reinige ich meinen Körper, die Wohnung, meine Gedanken?
•    Wie gebe ich dem neugierigen Kind in mir einen Platz?
•    Worauf bin ich bereit zu verzichten, wenn es der Heilung der Erde dient?

 

Vogelmiere (Stellaria media) – Ballast abwerfen und sich reinigen
Wenn du den Winter satt hast, bringe ich Dir Freude am Leben.
Rieche an meinen Blättern,
zerreibe sie zwischen den Fingern und kaue sie - sie werden Dich erfrischen.
Ich bin zwar klein, doch habe ich Riesenkräfte.
Ich bin so nah bei der Erde, weil sie mich wärmt und nährt.
Schau mir ganz genau in meine Blütenaugen…
ich bringe die Sterne auf die Erde.

Was unterstützt uns noch:
Die klare Energie des Bergkristalls hilft uns, die inneren Visionen in den Alltag zu bringen. Er hebt tiefe Erinnerungen ins Bewusstsein, hilft Probleme auf einfache Art zu lösen. Er schenkt uns Energie gepaart mit Selbsterkenntnis und Klarheit.

 

Die Tiere der Lüfte unterstützen uns dabei Überblick zu bekommen. So sind in dieser Zeit Begegnungen mit Schwänen (Krafttier der Göttin Brigid), Falken oder dem Reiher sehr berührend. Achte auf die Wesen der Lüfte.

Kleine Rituale:
Lass in der Nacht vom 1.2. zum 2.2. ein Tuch oder eine Decke draußen auf der Leine sich mit der Kraft von Imbolc anfüllen. Bitte Brigid, diese Umhüllung für Dich zu segnen. Nutze dieses Tuch/Decke nur zu besonderen Anlässen - wenn Du Schutz, Inspiration oder Klarheit brauchst. Umhülle Dich dann im Be-wusstsein, dass Brigid Dir ihre Unterstützung schenkt.

Oder nimm ganz bewusst ein reinigendes Bad, indem Du alle alten Energien abwäscht und Dich mit dem Licht von Kerzen, die Du Dir auf den Wannenrand stellst, mit der Licht-und Feuerkraft von Brigid auf-lädst.
Es geht auch eine Dusche und Du stellst Dir vor, dass alles Krankmachende, Alte von Dir abfließt.


Februarvollmond 27.02.: Sein Licht erweckt die Lebenssäfte.


Der Januar – Der Monat des Neuanfangs –                     Den richtigen Zeitpunkt abwarten-Geduld haben

Hartung, Schnee- und Eismond, Wolfsmond, Thormonat

Bauernregel: Januar ganz ohne Schnee, tut Bäumen, Bergen und Tälern weh.

Benannt nach Janus (lat. Pforte, Schwelle), dem römischen Gott der Türen und Übergänge aller Art. Janus hatte zwei Gesichter, eines blickt nach hinten und innen auf das Alte, das andere sieht, was außen geschieht, im Neuen.
Der Januar ist eine Zeit zum Innehalten, wir werden auf die Qualität des neuen Jahres eingestimmt.

 

Nimm Dir im Januar Zeit, um nach Innen zu lauschen.

 

Gerade die gegenwärtigen Umstände unterstützen uns, die Naturrhythmen wahrzunehmen und in Resonanz zu gehen.
Dabei kannst Du Dir über folgende Fragen klar werden:

Wie und was will ich leben im neuen Jahr?
Wofür setze ich meine Lebensenergie ein?
Gibt es ein Wort, das mich 2021 leiten oder inspirieren kann?

In der Natur erfolgt die Erneuerung im Inneren, in der Erde. Erst wenn die Erneuerung im Inneren stattgefunden hat, kann sie auch langsam nach außen treten und sich manifestieren.

Schreibe es Dir auf, male Deine Vorstellungen, wenn Du magst und hänge Deine Gedanken oder Dein Bild an einem sichtbaren Ort auf!

Wähle deine Samen, die Du in diesem Jahr säen willst, bewusst und habe Geduld!
Orientiere Dich dabei an der Natur:

Im Inneren der Erde finden Prozesse der Heilung und Wandlung statt, die wir nur in Ansätzen verstehen können, weil sie auf der energetischen Ebene stattfinden. Erst wenn die Erneuerung im Inneren stattgefunden hat, kann sie langsam nach außen treten und sichtbar werden.

So ist es auch mit unseren eigenen Veränderungsprozessen, Plänen, Vorsätzen, Ideen – echte Veränderung beginnt immer innen, im Wesen der Dinge, bei Deinen Empfindungen, bevor sie nach außen sichtbar werden kann.

Wenn wir von der Natur lernen wollen, gönnen wir uns diese Zeit des Rückzuges, des Vertrauens, auch wenn es bedeutet, dass wir ein wenig die Kontrolle abgeben und nicht alles im Griff haben. Vertrauen wir uns stattdessen den Rhythmen des Wandels an, dem ewigen Kreislauf von

Werden-Sein-Vergehen-Werden-Sein-Vergehen-Werden-Sein-Vergehen


5./6. Januar     Die Dreikönigsnacht, Nacht der Wunder und des Segens
In den Rauhnächten war es möglich, Einblick in das eigene Lebensgeflecht zu nehmen, sie dienten zur Fruchtbarmachung und Strukturierung des neuen Jahres.

Unsere Vorfahren glaubten an die 3 Schicksalsspinnerinnen, die Nornen (Urd, Verdandi und Skuld) die an den unterirdischen Quellen sitzen und den Lebensfaden der Menschen spinnen, bemessen und schneiden. Das Schicksal spinnt sich aus den vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Taten.


Man vermutet, dass der Umzug der heiligen Drei Könige ursprünglich den drei Bethen, (die im Spätmittelalter in Teilen Deutschlands, der Schweiz und Österreichs verehrt wurden):
Wilbeth-Wiedergeburt,

Ambeth- Fruchtbarkeit und Weisheit und

Borbeth für Geborgenheit und Heilung auf der Erde gewidmet war.
C+M+B könnte auch die drei heiligen Frauen Catharina, Margarethe und Barbara meinen.
Man erhielt den Segen für den weiteren Lebensweg von Mutter Erde.


Räuchere Dein Zuhause!

Bitte die alten Energien hinaus, lade die neuen Kräfte in dein Haus ein und segne jeden Raum mit guten Wünschen.

Efeu Hedera Helix – Pflanzenbotschaft nach Ursula Stumpf (Pflanzengöttinnen)


Ich verbinde Himmel und Erde und empfehle mich als idealer Begleiter,

wenn es darum geht, die Angst vor der Dunkelheit zu verlieren.
Finde das Licht, das größer ist als die Angst und das du erst entdeckst, wenn du durch die Angst gehst.

Nimm mich dabei an die Hand, dann gelingt Dir das. Dann wird die Angst zu Deiner Ratgeber-Freundin und schließlich findest Du das Licht in der Dunkelheit und das trägst Du strahlend in die Welt hinaus.

Als Fertigpräparat (Apotheke) helfen uns Efeublätter mit ihren antiviralen, antibiotischen und pilzhemmenden Eigenschaften ideal bei Bronchitis, ihre Saponine verflüssigen den hartnäckigen Bronchialschleim und erleichtern das Abhusten.


Januarvollmond, 28.01.: Er steht für die Innenschau. Lasse alles, was Schatten auf Dein Leben wirft, vorbeiziehen, damit Licht und Segen auf das neue Jahr fallen können.


Dezember: Julmond, Christmanoth oder Schlachtmond

Dezember leitet sich von decem, dem zehnten Monat nach römischer Rechnung ab.
4.12. Barbaratag, Kirschzweige schneiden, die an Jul blühen
6.12. Nikolaus
Regnet es an Nikolaus, wird der Winter kalt und graus.
13.12. Luzia, die Lichtbringerin
21.12./22.12. Wintersonnenwende, Jul
24.12. Heiligabend/ Mütternacht
Die Rauhnächte: Die Zeit zwischen den Jahren. Die zwölf heiligen Nächte stehen symbolisch für die zwölf Monate im Jahr. Sie beginnen am Heiligabend und enden am 6.1., in manchen Regionen beginnen sie bereits in der Julnacht am 21.12. und enden am Neujahrstag.)

 

Der Dezember - Zeit für Ruhe, Zeit für Stille …
Der letzte Monat im Jahr eignet sich sehr dazu, so wie die Natur zur Ruhe zu kommen.
Das Leben hat sich in den dunklen Bauch der Erde zurückgezogen, um dort auf die Erneuerung im Frühling zu warten. Ruhe wird jetzt energetisch stark unterstützt und gibt gerade in dieser Zeit neue Kraft. Das ist in unserer mit Reizen und Anforderungen überfrachteten Zeit eine große Herausforderung. Vielleicht unterstützt uns Corona in diesen Wochen besonders
Vor allem in den Tagen zwischen dem 21.12. und 25.12. stehen die Themen Rückzug, Besinnung, Stille und Nachdenken im Vordergrund.


Zeit der Ankunft des neuen Lichtes -

Der Dezember lehrt uns, dass in der allergrößten Dunkelheit das Licht geboren wird.
Der Dezember war ursprünglich eine Zeit der festlichen Stille. Für uns heute steht er ganz im Zeichen von Weihnachten, der Feier zur Geburt von Jesus Christus und der Adventszeit (adventus- Ankunft).
Die Feier zur Wiedergeburt des Lichtes wurde jedoch schon von den germanischen Stämmen gefeiert, für die das Julfest („hiol“ oder „jol“ bedeutet Rad) eines der wichtigsten Feste im Jahr war. Mittwinter, am 21.12./22.12. ist ein Sonnenfest. Wir haben die längste Nacht und den kürzesten Tag des Jahres. Am 22.12. erfolgt Stillstand und Einheit, am 23.12. Dualität und am 24.12. vollzieht sich die endgültige Wende.
Nach der Christianisierung unter Kaiser Konstantin wurde 381 n.Ch. der 25. Dezember zum offiziellen Geburtstag Christi erklärt. Die Geburt eines göttlichen Kindes zum Weihnachtsfest folgt der heidnischen Tradition, die Wende zur hellen Zeit als Geburt eines Kindes, des Sonnenkindes durch seine göttliche Mutter zu feiern.
Das Bild des neugeborenen Kindes vermittelt uns, dass es die Nacht ist, die das Licht gebiert. Im germanischen Brauchtum wurde die Modraniht, die Mütternacht zu Ehren der lebenserhaltenden Kräfte der Urmütter gefeiert. Das Licht wird durch die Bewegung im Mutterschoß wieder geboren.
•    Nimm Dir Zeit, öffne Dich für die Dunkelheit, zieh Bilanz und segne das zurückliegende Jahr.
•    Gib zurück, was Du Dir geliehen hast und führe die Dinge des Jahres so gut es geht zu Ende.


Fragen, die Dich durch den Dezember begleiten können:
•    Was habe ich in diesem Jahr vollendet?
•    Was möchte ich verabschieden, wovon will ich mich befreien?
•    Was möchte ich nicht mit in das neue Jahr hinübernehmen?
•    Wofür bin ich dankbar und bekräftige es mit meinem Segen?


Der Kranz des Jahres (Meditation nach Martina Kaiser)
Der Adventskranz ist ein wunderbares Symbol des Lebens. Immergrüne Zweige stehen für die Verbundenheit mit den großen Kreisläufen, in denen äußere Krisen oft zu innerem Wachstum führen und der Abschied vom Alten Voraussetzung für Erneuerung und Verwandlung ist. Die vier Kerzen stehen für die vier Adventssonntage, aber auch für die vier Elemente und die vier Himmelsrichtungen, die den großen Kreis des Lebens bestimmen. Du kannst den Kranz dafür nutzen, um dir einen Ort der Ruhe und der Nachdenklichkeit zu schaffen. Jeden Sonntag beim Entzünden der Kerze, reservierst Du etwas Zeit für dich. Lege dir einen Zettel und einen Stift zurecht.
Die erste Kerze steht für den Winter, die Erde und damit die materielle Welt. Wie steht es um deine eigene materielle Welt? Hast du genug von allem, was du brauchst? Wie verlief das vergangene Jahr in materieller Hinsicht? Wie geht es deinem Körper?
Schreibe alles auf, was dir dazu einfällt und was du dir für die Zukunft wünschst. Falte den Zettel zusammen und lege ihn unter den Adventskranz.
Die zweite Kerze steht für den Frühling, das Element Luft und den Verstand. Welche geistige Entwicklung hast du im vergangenen Jahr durchlebt, welche Rolle hat dein Verstand für dich in deinem Alltag? Was würdest du verändern wollen? Schreibe wieder auf, was dir dazu einfällt!
Die dritte Kerze ist Symbol für den Sommer, das Element Feuer und für deine Energie, deine Liebe und Begeisterung. Erlebst du dich als kraftvoll und stark? Was ist deine Leidenschaft und was brauchst du, um sie im kommenden Jahr zu leben? Schreibe alles auf!
Die vierte Kerze steht für den Herbst, das Element Wasser und für deine Gefühlswelt.
Lässt du alle Gefühle zu, nimmst du sie ernst? Achtest du auf deine Gefühle oder regiert dich dein Verstand? Was kannst du tun, um im neuen Jahr stärker deinen Gefühlen zu trauen? Schreibe erneut auf!


Am Weihnachtsabend ist es Zeit, alle deine Ideen und Gedanken loszulassen und auf den Weg zu schicken. Verbrenne sie in einer feuerfesten Schale, nachdem du sie noch einmal gelesen hast mit einem Dankesspruch:
„Ich danke für das vergangene Jahr und wünsche mir von der Luft Klarheit im Denken, vom Feuer erbitte ich Kraft, vom Wasser die tiefen und wahren Gefühle und von der Erde eine sichere Existenz in dieser Wirklichkeit. Nun übergebe ich alle meine Wünsche dem Feuer zur Verwandlung und bitte um den Segen für das kommende Jahr.“


Dezembervollmond am 30.12.:
Er erinnert dich an Deine Bestimmung und Deinen Lebensplan. Was möchtest Du der Nachwelt hinterlassen? Warum bist Du hier?


November: Zeit der Stille, der Leere und des Besinnens auf unsere Wurzeln

Nebelmond, Nebelung oder Windmonat
November leitet sich von novem, dem neunten Monat nach römischer Rechnung ab.  
1.11. Allerheiligen
2.11. Allerseelen
11.11. Martinstag
16.11. Nacht der Hekate (griech.)
Mittwoch vor dem 23.11. Buß- und Bettag
Letzter Sonntag vor dem 1. Advent: Totensonntag

Der November mit den Themen Tod und Sterben lädt uns ein zur Einkehr, zur Innenschau, zu Gedanken an Verstorbene.

 

Im November erreicht die Zeit des Loslassens ihren Höhepunkt.
Der Sommer ist vorbei, die Ernte längst eingebracht und das Leben im Außen verliert mehr und mehr an Bedeutung. Es ist eine düstere Zeit. Die Tage werden immer kürzer, die vielfältigen Herbstfarben und das pralle Leben verblassen allmählich. Die Themen Sterben und Tod treten in den Vordergrund und sind, wie zu kaum einer anderen Jahreszeit, sichtbar, greifbar und spürbar. Es ist Zeit, uns in die warme Stube zurückzuziehen und nach innen zu schauen. Wie eigenartig, dass gerade jetzt das öffentliche Leben wieder heruntergefahren wird.
Das vergangene Jahr wird rückblickend betrachtet - Altes darf losgelassen werden und zugleich darf der Same, der im kommenden Jahr aufgehen soll, und zur Wintersonnenwende geboren wird, gesät werden.
Wir schöpfen unsere Kraft aus der Stille und aus der Besinnung an die eigenen Wurzeln, indem wir unserer Ahnen gedenken, mit ihnen sprechen, sie um Rat fragen und auch ihren Segen und Schutz fürs kommende Jahr erbitten. Der Schleier zu den Anderswelten ist jetzt so dünn, dass wir besonders leicht Kontakt zu Wesen aus der Anderswelt aufnehmen können. Wenn sich die Nebel heben, finden wir Menschen die Eingänge zu den Welten der Elfen und Feen. Früher war die Zeit nach Samhain, dem Dunkelheitsfest diejenige, in der die Leute vorwiegend im Haus blieben. Es ist eine stille, tote und kalte Zeit. Die Natur stirbt langsam ab, Mutter Erde zieht sich zurück und begibt sich für einige Zeit zur Ruhe.

 

Das Mysterium des ewigen Kreislaufes wird sichtbar.

Werden – Sein – Vergehen

Wir müssen jedes Mal wieder lernen, Lebendiges gehen zu lassen und den Tod als Teil des Naturzyklus zu begreifen. Diese Zeit lehrt uns, unsere eigene Sterblichkeit nicht zu vergessen und uns dem Prozess des Alterns zu stellen, ohne ihn zu beschönigen.
Diese Energie des Novembers unterstützt uns dabei, unserer Ahnen zu gedenken. Jeder Mensch trägt seine Ahnen in gewisser Weise in sich. Die Gene bestimmen nicht nur über die Form unseres Körpers, sondern sie legen auch fest, mit welchen Begabungen und Schwächen wir unser Leben beginnen. Positive Seiten anzunehmen, fällt nicht schwer, aber auch die negativen sollten wir akzeptieren. Eigenschaften, die wir schon bei unseren Eltern nicht ausstehen konnten und trotzdem manchmal auch an uns wahrnehmen.
Themen, die damit verbunden sind:
•    Die eigene Herkunft wertschätzen
•    Das Leben als ewigen Kreislauf wahrnehmen – ohne Tod gibt es auch kein Leben
•    Rückzug allen Lebens auf der Erde - Rückzug von uns Menschen in unsere inneren Welten  -

     den eigenen Ängsten gegenüber stehen
•    Sich den innersten, tiefsten und dunkelsten Gefühlen stellen
•    Das alte Jahr beenden – den Samen fürs neue Jahr säen


Fragen, die Du Dir im November stellen kannst:
•    Was hat mich in diesem Jahr besonders beschäftigt bzw. belastet?
•    Welche Wünsche und Vorhaben haben sich nicht nach meinen Vorstellungen erfüllt?
•    Wofür möchte ich im Rückblick auf dieses Jahr dankbar sein?
•    Von welchen Vorstellungen in Bezug auf den Partner, die Kinder, die Eltern… darf ich mich verabschieden?
•    Was hat mich geschwächt?
•    Welche Qualitäten, die ich mehr annehmen möchte, sehe ich in meiner männlichen und weiblichen Ahnenlinie?
•    Wie können meine Ahnen mich unterstützen?
•    Brauche ich noch Heilung und Aussöhnung in Bezug auf meine Ahnen?
•    Wofür möchte ich mich bei meinen Ahnen bedanken?


Vielleicht ist die erzwungene Ruhe in diesem Jahr eine Chance, den November ganz in diesem Sinn zu nutzen, um klarer und verwurzelter weiter zu leben, ganz im Bewusstsein, dass der Tod zum Leben dazu gehört.


Die Ahnen ehren
Schaffe Dir einen schönen Ort, wo Du Deine Ahnen ehren kannst, zünde Kerzen für sie an, räuchere und verbinde Dich mit Ihnen:
„Ihr Ahnen, die ihr vor mir kamt und meinen Weg geebnet habt, ich erbitte Euren Segen für meinen Weg und den Weg der Nachfahren. Offenbart mir Eure Talente, Kräfte und Fähigkeiten, auf dass ich sie im Guten anwende und zum Segen für alle und alles entfalte.“
Novembervollmond am 30.11.: mystisch – Er bringt die Schatten nach oben, damit sie durch unsere Vergebung Erlösung erfahren können. Er hilft uns, aus inneren Tiefen in die eigene Mitte und in eine neue Stabilität zu finden.